Staats­se­kre­tär räumt fal­sche An­ga­ben zu Sta­si ein

Rheinische Post Moenchengladbach - - POLITIK -

BER­LIN (dpa) Dem neu­en par­tei­lo­sen Ber­li­ner Bau-Staats­se­kre­tär And­rej Holm ist nach ei­ge­ner Darstel­lung erst durch die jetzt er­folg­te Ein­sicht in sei­ne frü­he­re Ka­derak­te klar ge­wor­den, dass er haupt­amt­li­cher Sta­si-Mit­ar­bei­ter war. Bis­her sei er da­von aus­ge­gan­gen, dass sei­ne mi­li­tä­ri­sche Gr­und­aus­bil­dung beim Sta­si-Wach­re­gi­ment „Fe­liks Dzier­zyn­ski“in der Wen­de­zeit noch nicht als haupt­amt­li­che Sta­si-Tä­tig­keit zu wer­ten sei, sag­te Holm. Das se­he er jetzt an­ders. In Fra­ge­bö­gen der Ber­li­ner Hum­boldt-Uni­ver­si­tät, bei der der Stadt­so­zio­lo­ge bis­lang be­schäf­tigt war, ha­be er aus sei­ner ge­trüb­ten Er­in­ne­rung her­aus 2005 fal­sche An­ga­ben ge­macht, räum­te Holm ein. Mit Holm hat­te Rot-Rot-Grün in Ber­lin bun­des­weit erst­mals ei­nen Po­li­ti­ker trotz be­kann­ter Sta­si-Ver­gan­gen­heit in die Lan­des­re­gie­rung be­ru­fen. Die Lin­ke hat­te den 46-Jäh­ri­gen no­mi­niert. Die Op­po­si­ti­on spricht von ei­nem Ta­bu­bruch.

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