BGH-Ur­t­eil­zu­Ei­gen­be­darf von Ver­mie­tern

Rheinische Post Moenchengladbach - - WIRTSCHAFT -

KARLSRUHE (dpa) Mie­ter müs­sen auch in Zu­kunft da­mit rech­nen, dass ih­nen die Ge­sell­schaf­ter ei­ner In­ves­to­ren­ge­mein­schaft mit Ver­weis auf Ei­gen­be­darf die Woh­nung kün­di­gen. Der Bun­des­ge­richts­hof (BGH) be­stä­tig­te sei­ne Recht­spre­chung, die das Land­ge­richt Mün­chen in ei­nem Fall in­fra­ge ge­stellt hat­te. Das Ur­teil stellt Mie­ter so­gar schlech­ter: Bis­her wur­de ei­ne Ei­gen­be­darfs­kün­di­gung un­wirk­sam, wenn der Ver­mie­ter nicht sei­ner Pflicht nach­kam, als Er­satz ei­ne freie Woh­nung im sel­ben Haus an­zu­bie­ten. Künf­tig bleibt es bei der Kün­di­gung, der Mie­ter hat höchs­tens An­spruch auf Scha­den­er­satz, et­wa für die Um­zugs­kos­ten. In dem Fall ging es um Ehe­leu­te, die nach mehr als 30 Jah­ren ih­re Miet­woh­nung räu­men sol­len. (Az. VIII ZR 232/15)

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