Käm­me­rer pro­gnos­ti­ziert stei­gen­de So­zi­al­aus­ga­ben

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES -

(dr) Rund 1,02 Mil­li­ar­den Eu­ro be­trägt das Ge­samt­vo­lu­men des städ­ti­schen Haus­halts 2017 – und laut Pro­gno­se von Käm­me­rer Bernd Ku­ckels wird das De­fi­zit bei 6,3 Mil­lio­nen Eu­ro lie­gen. Und da­mit ist Mön­chen­glad­bach auf ei­nem gu­ten Weg, denn das Mi­nus sinkt. Be­reits ab 2018 soll der Haus­halt mit ei­nem Plus von 950.000 Eu­ro ab­schlie­ßen. So schreibt es der „Stär­kungs­pakt Stadt­fi­nan­zen“, auch Kom­mu­nalSo­li“ge­nannt, vor. Gleich­zei­tig sin­ken die Schul­den von 920 Mil­lio­nen Eu­ro im kom­men­den Jahr auf 809 Mil­lio­nen Eu­ro im Jahr 2020.

Dass es mit den Fi­nan­zen der­zeit so gut klappt, sei auch auf die „his­to­risch nied­ri­gen Zins­sät­ze bei Kas- sen­kre­di­ten“zu­rück­zu­füh­ren. Ku­ckels warnt aber, dass die Stadt nach wie vor un­ter­fi­nan­ziert sei. Vor al­lem im So­zi­al­be­reich rech­net er mit wei­ter stei­gen­den Aus­ga­ben. Die Trans­fer­leis­tun­gen (u.a. für So­zia­les, Ju­gend- und Fa­mi­li­en­hil­fen) sei­en seit 2007 Jah­re um 100 Mil­lio­nen auf jetzt 190,6 Mil­lio­nen Eu­ro ge­stie­gen. Für 2020 rech­net er mit ei­nem wei­te­ren An­stieg um 6,3 Mil­lio­nen Eu­ro. Die Kos­ten der Un­ter­kunft bei Lang­zeit­ar­beits­lo­sen ge­hö­ren mit 111,3Mil­lio­nen Eu­ro zu den gro­ßen Aus­ga­ben­pos­ten.

In­ves­ti­tio­nen in Bil­dung, Ki­taAus­bau oder den Rad­schnell­weg sei­en nur durch fi­nan­zi­el­le Hil­fen von Bund und Land mög­lich.

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