EU-Gip­fel ver­län­gert die Sank­tio­nen ge­gen Russ­land

Rheinische Post Moenchengladbach - - VORDERSEITE -

BRÜS­SEL (dpa) Trotz Mil­li­ar­den­ver­lus­ten für die ei­ge­ne Wirt­schaft ver­län­gert die Eu­ro­päi­sche Uni­on ih­re Sank­tio­nen ge­gen Russ­land bis min­des­tens 31. Ju­li 2017. Dar­auf ei­nig­te sich der EU-Gip­fel ges­tern in Brüs­sel. Sie um­fas­sen vor al­lem Han­dels- und In­ves­ti­ti­ons­be­schrän­kun­gen. Dies soll den rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Pu­tin da­zu be­we­gen, sei­nen Ein­fluss auf die pro­rus­si­schen Se­pa­ra­tis­ten in der Ost-Ukrai­ne stär­ker für ei­ne Bei­le­gung des Kon­flik­tes zu nut­zen. Die Straf­maß­nah­men sind aber um­strit­ten. Der der­zei­ti­ge EU-Rats­vor­sit­zen­de Ro­bert Fi­co aus der Slo­wa­kei hat­te sie zu­vor als un­sin­nig be­zeich­net.

Auch mit ei­ner zwei­ten Ent­schei­dung stell­ten sich die 28 Staats- und Re­gie­rungs­chefs ge­gen Russ­land: Mit ei­ner Zu­satz­er­klä­rung wol­len sie den Weg zur Ra­ti­fi­zie­rung des von Mos­kau scharf kri­ti­sier­ten Part­ner­schafts­ab­kom­mens mit der Ukrai­ne eb­nen.

Über­schat­tet wur­de das Tref­fen der 28 Staats- und Re­gie­rungs­chefs von der La­ge im zer­stör­ten Ost­teil der sy­ri­schen Stadt Alep­po. Es wird aber kei­ne zu­sätz­li­chen Straf­maß­nah­men ge­gen Russ­land ge­ben.

Wei­te­res wich­ti­ges The­ma war der Dau­er­streit um die Flücht­lings­po­li­tik der EU. Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel setzt ver­stärkt auf den Kampf ge­gen Men­schen­schlep­per. Zu­sätz­lich kon­zen­triert sich die EU auf die Si­che­rung der Au­ßen­gren­zen und Ver­trä­gen mit Län­dern Afri­kas. Po­li­tik

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