Jour­na­list Dündar sagt Lau­da­tio auf Bür­ger­recht­ler ab

Rheinische Post Moenchengladbach - - POLITIK -

BONN (dpa) Ein Auf­tritt des tür­ki­schen Jour­na­lis­ten Can Dündar bei der Ver­lei­hung des Beet­ho­ven­prei­ses für Men­schen­rech­te ist ab­ge­sagt wor­den. Ge­mein­sam mit Dündar ha­be man ent­schie­den, die Lau­da­tio zu­rück­zu­zie­hen, weil sie „weit­rei­chen­de, star­ke Re­ak­tio­nen in Eu­ro­pa und der Tür­kei her­vor­ge­ru­fen“ha­be, teil­te die Bon­ner Beet­ho­ven Aca­de­my als Ver­an­stal­ter mit.

Dündar, bis Au­gust Chef­re­dak­teur der re­gie­rungs­kri­ti­schen tür­ki­schen Zei­tung „Cumhu­riy­et“, soll­te mor­gen in der Bon­ner Kreuz­kir­che die Fe­st­re­de auf den dies­jäh­ri­gen Preis­trä­ger, den tür­ki­schen Pia­nis­ten und Bür­ger­recht­ler Fa­zil Say, hal­ten. Vor al­lem auf Face­book ha­be es har­sche Re­ak­tio­nen teil­wei­se „un­ter der Gür­tel­li­nie“ge­ge­ben, sag­te der In­ten­dant der Beet­ho­ven Aca­de­my, Tors­ten Schrei­ber. Wer die Ur­he­ber wa­ren, kön­ne er nicht sa­gen. An der Preis­ver­lei­hung wer­de Dündar nun gar nicht teil­neh­men.

Der Jour­na­list war im Mai in Istanbul we­gen bri­san­ter Ent­hül­lun­gen der „Cumhu­riy­et“zu knapp sechs Jah­ren Haft ver­ur­teilt wor­den. Er konn­te das Land ver­las­sen und lebt in­zwi­schen in Deutsch­land.

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