Die Ant­wort auf die H-Fra­ge: kein St­indl?

Bo­rus­si­as Ka­pi­tän wird wohl in Augs­burg feh­len, dar­um muss sich Trai­ner Schu­bert an an­de­rer Stel­le nicht ent­schei­den.

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - VON KARS­TEN KEL­LER­MANN

An­dré Schu­bert ge­fiel das nicht. Er muss­te er­klä­ren, war­um der Bo­rus­sia-Park am ver­gan­ge­nen Sonn­tag ge­gen Mainz ei­ne na­he­zu fuß­ball­freie Zo­ne war. Tat­säch­lich hat­te sein Team nach acht Spie­len un­frei­wil­li­ger Ab­sti­nenz mal wie­der ge­won­nen und nun das! „Ent­schul­di­gung, dass wir ge­won­nen ha­ben“, sag­te Schu­bert spür­bar an­ge­säu­ert. Es sei durch­aus so, dass auch er schö­ne Sie­ge lie­ber mag als die­ses 1:0, aber bit­te: Drei Punk­te sind drei Punk­te, und die wa­ren auch drin­gend nö­tig. Mor­gen in Augs­burg will Bo­rus­sia bes­ten­falls er­neut den vol­len Er­trag ein­brin­gen. Aber mit wel­chem Sys­tem? Und mit wel­chem Per­so­nal?

Ge­gen Mainz stell­te Schu­bert vom 3-4-3-Sys­tem auf das klas­si­sche 4-4-2 um. Bo­rus­sia hat­te Er­folg und ließ kaum Chan­cen zu. Das spricht für ei­ne Wie­der­ho­lung. Schu­bert hat­te sich vor­her mit dem Team be­spro­chen. „Es ging auch dar­um, das Spiel ein­fa­cher zu ma­chen, mit kla­ren An­wei­sun­gen für die Spie­ler“, sag­te er. Der Plan ging auf, in­des oh­ne Fein­kost, son­dern ganz prag­ma­tisch. Doch Schu­berts Auf­trag für den Tag war, aus Ver­lie­rern Sie­ger­ty­pen zu ma­chen. Das klapp­te mit dem „dre­cki­gen“Er­folg. „Wich­tig war, dass al­le zu­sam­men ge­kämpft ha­ben und nicht je­der al­lei­ne“, stell­te Vi­ze­prä­si­dent Rai­ner Bon­hof fest.

Al­ler­dings wird Schu­bert das Sie­ger­team vom Sonn­tag ver­än­dern müs­sen. Denn Lars St­indl ist ver­grippt, wahr­schein­lich kann der Ka- pi­tän nicht spie­len. Da­mit in­des be­ant­wor­tet sich ei­ne Fra­ge, die sich an­sons­ten ge­stellt hät­te, wohl von selbst: die H-Fra­ge auf dem rech­ten Flü­gel. Weil Patrick Herr­mann, Ibo Tra­o­ré und Fa­bi­an John­son feh­len (Schu­bert: „Oh­ne sie sieht das Spiel na­tür­lich an­ders aus“), ver­setz­te Schu­bert die un­ter ihm ins Zen­trum ge­wech­sel­ten Th­or­gan Ha­zard und An­dré Hahn kur­zer­hand wie­der zu­rück an den al­ten Ar­beits­platz. Sie teil­ten sich ge­gen Mainz den Job. Hahn be­gann und tat sich schwer, Ha­zard kam nach der Pau­se und trat die Ecke, die dem 1:0 vor­aus­ging. Spricht für Ha­zard.

Doch da ist Hahns gi­gan­ti­sche Men­ta­li­tät. Da­mit kann man ge­ra­de aus­wärts viel be­we­gen, sie­he das 2:0 in der Cham­pi­ons Le­ague in Glas­gow. „Bei­de ha­ben ih­re Vor­zü­ge. An­dré kommt über die Lei­den­schaft, Th­or­gan kann da­für ein eins ge­gen eins bes­ser auf­lö­sen“, sag­te Schu­bert. Nun, er muss sich wohl nicht ent­schei­den, oder ge­nau­er: Er muss nicht ent­schei­den, ob Ha­zard oder Hahn spielt, son­dern wer wo spielt. Ei­ner der bei­den für St­indl im Zen­trum, der an­de­re auf dem rech­ten Flü­gel. Al­ler­dings gibt es noch ein drit­tes H: Jo­nas Hof­mann, der auch bei­de Auf­trä­ge über­neh­men könn­te. Auch er kann bei­de Jobs. Doch dürf­ten Hahn und Ha­zard die Na­se vorn ha­ben in der H-Fra­ge. Ter­mi­ne Die DFL hat ges­tern die Spiel­ta­ge 21 bis 28 ter­mi­niert: 21. Spiel­tag: Sonn- tag, 19. Fe­bru­ar, 15.30 Uhr: Bo­rus­sia - RB Leip­zig; 22. Spiel­tag: Sonn­tag, 26. Fe­bru­ar, 15.30 Uhr: FC In­gol­stadt - Bo­rus­sia; 23. Spiel­tag: Sams­tag, 4. März, 18.30 Uhr: Bo­rus­sia - Schal­ke 04; 24. Spiel­tag: Sonn­tag, 12. März, 17.30 Uhr: Ham­bur­ger SV – Bo­rus­sia; 25. Spiel­tag: Sonn­tag, 19. März, 17.30 Uhr: Bo­rus­sia - Bay­ern Mün­chen; 26. Spiel­tag: Sams­tag, 1. April, 18.30 Uhr: Frankfurt - Bo­rus­sia; 27. Spiel­tag: Mitt­woch, 5. April, 20 Uhr: Bo­rus­sia – Her­tha BSC; 28. Spiel­tag: Sams­tag, 8. April, 15.30 Uhr: Köln - Bo­rus­sia

FO­TO:IM­A­GO

Nicht ent­we­der oder, son­dern ge­mein­sam: An­dré Hahn und Th­or­gan Ha­zard wer­den we­gen Lars St­indls Grip­pe wohl in Augs­burg bei­de spie­len.

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