Bo­rus­sia will sich end­lich mit Punk­ten be­loh­nen

Ge­gen Hof­fen­heim hat der Frau­en-Bun­des­li­gist die Chan­ce, den Rück­stand auf die Nicht­ab­stiegs­plät­ze zu ver­kür­zen.

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - VON THO­MAS GRULKE

FRAUENFUSSBALL Bo­rus­sia ge­gen Hof­fen­heim am vier­ten Ad­vent – die­se Kom­bi­na­ti­on gab es schon im vo­ri­gen Jahr, nur da­mals un­ter völ­lig an­de­ren Vor­zei­chen. Am 20. De­zem­ber 2015 emp­fin­gen Bo­rus­si­as Frau­en als Über­ra­schungs­team der Zwei­ten Bun­des­li­ga die Zweit­ver­tre­tung Hof­fen­heims zum Top­spiel. Glad­bach ver­lor zwar 0:3, stieg aber we­ni­ge Mo­na­te spä­ter als Ta­bel­len­zwei­ter – hin­ter dem Meis­ter 1899 II – in die Frau­en-Bun­des­li­ga auf.

Wenn Bo­rus­sia am Sonn­tag (11 Uhr) er­neut auf Hof­fen­heim, nun je­doch die Ers­te Mann­schaft, trifft, wür­de ein 0:3 deut­lich hef­ti­ger aufs Ge­müt drü­cken. Denn soll­te es das Kel­ler­du­ell ge­gen den Ta­bel­len­neun­ten ver­lie­ren, wür­de das Schluss­licht oh­ne je­den Punkt­ge­winn in die Win­ter­pau­se ge­hen. „Es wä­re schon ex­trem wich­tig, end­lich ein Er­folgs­er­leb­nis zu ha­ben, völ­lig un­ab­hän­gig da­von, wie viel Rück­stand wir da­nach auf die Nicht­ab­stiegs­plät­ze ha­ben. Denn je­der Mensch be­nö­tigt für sei­nen Auf­wand mal ei­ne Be­loh­nung“, sagt Bo­rus­si­as Chef­trai­ner Re­né Krie­nen.

Die­se Be­loh­nung blieb bis­lang aber im­mer aus, was ge­ra­de in den ver­gan­ge­nen Wo­chen, als der Auf­stei­ger stets nur mit ei­nem Tor Un­ter­schied ver­lor, nicht nö­tig ge­we­sen wä­re. „Es ist schon bit­ter, wenn wir im­mer die­sel­ben Feh­ler ma­chen und da­für be­straft wer­den. Es ist klar, dass die Spie­le­rin­nen da ins Grü­beln kom­men. Doch wir dür­fen die­se ne­ga­ti­ven Ge­dan­ken nicht zu­las­sen, denn wenn wir mit Angst in die Par­tie ge­hen, wird es nicht funk­tio­nie­ren. Wir müs­sen uns schon selbst aus die­sem Schla­mas­sel zie­hen“, sagt Krie­nen.

Geg­ner Hof­fen­heim ist al­ler­dings mit der Hin­run­de eben­falls nicht zu­frie­den, ge­ra­de sie­ben Zäh­ler hat er bis­lang ge­sam­melt. „Ich bin schon über­rascht, dass Hof­fen­heim so weit un­ten steht, denn ich schät­ze sie trotz des Ne­ga­tiv­laufs als ei­ne star­ke Mann­schaft ein“, sagt Krie­nen. Der Coach er­war­tet ei­nen spiel­star­ken Geg­ner mit vie­len jun­gen Spie­le­rin­nen, so wie es schon im Vor­jahr bei der Zwei­ten Mann­schaft der Kraich­gau­er der Fall war.

„Wir müs­sen es schaf­fen, die­ses jun­ge Team ins Grü­beln zu brin­gen. Und das ge­lingt nur, wenn wir von Be­ginn an voll da sind und kämp­fe­risch al­les ge­ben. Und wir müs­sen das Teu­fel­chen im Kopf aus­schal­ten und dür­fen nicht an Feh­ler den­ken“, sagt Krie­nen. Zu­dem be­steht die Chan­ce, mit ei­nem Punkt­ge­winn den Rück­stand von sechs Punk­ten auf die Nicht­ab­stiegs­plät­ze noch ein we­nig zu ver­kür­zen.

Die­se Auf­ga­be wird in­des am Sonn­tag zu­sätz­lich durch ei­ni­ge Per­so­nal­sor­gen er­schwert. Denn ne­ben den Lang­zeit­ver­letz­ten wird auch Nad­ja Klei­ni­kel feh­len. Die Mit­tel­feld­spie­le­rin hat­te sich jüngst beim 1:2 in Duis­burg oh­ne Ein­wir­kung ei­ner Ge­gen­spie­le­rin das Knie ver­dreht. Ei­ne ge­naue Dia­gno­se steht noch aus, aber ge­gen Hof­fen­heim fehlt sie auf je­den Fall. „Sie ist für uns ex­trem schwer zu er­set­zen“, sagt Krie­nen. Zu­dem pla­gen so­wohl An­ne Bir­baum als auch An­ne Ca­thri­ne Kuf­ner mus­ku­lä­re Pro­ble­me.

RP-AR­CHIV­FO­TO: THEO TITZ

Muss ver­letzt pas­sen: Bo­rus­si­as Nad­ja Klei­ni­kel.

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