Ku­ralays Ab­schieds­spiel

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - VON KURT THEUERZEIT

FUSS­BALL Am Sonn­tag wird Meers Trai­ner Er­han Ku­ralay zum letz­ten Mal als Ver­ant­wort­li­cher an der Li­nie ste­hen und ver­su­chen, den Blau-Wei­ßen bei­zu­ste­hen. Denn nach dem Spiel beim VfB Uer­din­gen (An­stoß 16 Uhr) wird er sich zu­rück­zie­hen. Sei­nen Rück­tritt hat­te er Fuß­ball­ob­mann Rolf Frän­zen schon vor vier Wo­chen an­ge­bo­ten, aber der hat­te ihn ge­be­ten, sich das noch ein­mal zu über­le­gen. Nach dem 0:11 ge­gen St. Tönis hat Ku­ralay ei­nen Schluss­strich ge­zo­gen, steht aber dem Klub in Uer­din­gen ab­schlie­ßend zur Ver­fü­gung.

„Mit die­ser Ent­schei­dung ist ei­ne Last von mir ge­fal­len. Ich hät­te schon frü­her die Kon­se­quen­zen zie­hen müs­sen“, sagt Ku­ralay. Al­ler­dings stand er ei­gent­lich schon von Be­ginn an auf ver­lo­re­nem Pos­ten, denn mit ei­nem Ka­der von nur 15 Spie­lern kann man in der Be­zirks­li­ga nicht klar kom­men. Ver­let­zungs­be­ding­te Aus­fäl­le mach­ten nicht nur die Be­set­zun­gen bei den Spie­len zu ei­nem Lot­te­rie­spiel, son­dern auch das Trai­ning litt dar­un­ter. Schließ­lich han­del­ten sich die Spie­ler auch noch ei­ne Rei­he von Sper­ren ein. Mit den Aus­hil­fen aus Re­ser­ve und 2. Re­ser­ve konn­te man nicht be­ste­hen.

Rolf Frän­zen, der bis­her im­mer nur auf Spie­ler ge­setzt hat, die bei Meer seit vie­len Jah­ren spie­len, kann jetzt nur hof­fen, dass ei­ni­ge star­ke Spie­ler, dem Ver­ein wei­ter treu blei­ben. Es könn­te durch­aus ein frü­her Win­ter­schluss­ver­kauf dro­hen, der viel­leicht Geld in die Kas­se bringt, aber wei­te­re Punk­te ver­hin­dert. Der Ab­stieg wä­re da­durch schon pro­gram­miert. Frag­lich dürf­te auch sein, ob Spie­ler, die sich viel­leicht Meer an­schlie­ßen woll­ten, un­ter den ver­än­der­ten Be­din­gun­gen kom­men wer­den.

Sol­che Sor­gen pla­gen Gie­sen­kir­chen nicht. Al­ler­dings muss der Ta­bel­len­zwei­te beim letz­ten Spiel in die­sem Jahr noch ein­mal al­les ge­ben, um den sen­sa­tio­nel­len zwei­ten Platz zu be­hal­ten oder so­gar noch an die Spit­ze zu klet­tern. Da­zu wä­re je­doch ein Sieg ge­gen Tö­nis­berg (Ta­bel­len­drit­ter) nö­tig und gleich­zei­tig dürf­te Süchteln nicht mehr als ein Re­mis ho­len. „Wir sind auch zu- frie­den, wenn wir wei­ter zu Hau­se un­ge­schla­gen blei­ben, weil wir da­mit den zwei­ten Platz fes­ti­gen“, sagt Trai­ner Da­ni­el Sal­eh.

Al­ler­dings ist Gie­sen­kir­chen im Au­gen­blick per­so­nell nicht auf Ro­sen ge­bet­tet, aber Sal­eh sieht dar­in kei­ne au­ßer­ge­wöhn­li­che Schwä­chung sei­ner Mann­schaft: „Un­ser Grund­ge­fü­ge ist nicht in Fra­ge ge­stellt. Wir ha­ben das schon in den ver­gan­ge­nen Wo­chen recht or­dent­lich auf die Rei­he be­kom­men. Sonn­tag sind wir noch ein­mal be­son­ders mo­ti­viert.“

In Lür­rip muss­te Trai­ner Mar­kus Leh­nen bis­her im­mer wie­der auf sei­ne Rou­ti­niers ver­zich­ten, die aus un­ter­schied­li­chen Grün­den fehl­ten. Da­durch fehlt die Kon­stanz, um schließ­lich mit vie­len jun­gen Ta­len­ten ge­gen er­fah­re­ne Geg­ner zu be­ste­hen oder für Sta­bi­li­tät in der Mann­schaft zu sor­gen. „In Strümp wol­len wir es aber noch ein­mal wis­sen und mög­lichst ei­nen Sieg ein­fah­ren“, sagt Leh­nen. Wer­den drei Punk­te ge­holt, wird die an­schlie­ßen­de Weih­nachts­fei­er in Lür­rip si­cher­lich si­cher­lich be­son­ders in­ten­siv sein.

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