Auf ho­hem Ross

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES / LESERBRIEFE - Eber­hard Kox 47652 Wee­ze Dr. Heinz Frit­ze 46562 Vo­er­de Bernd Huff­zi­ger 40880 Ra­tin­gen

Zu „Stil­le Ta­ge ge­ra­de jetzt“(RP vom 1. De­zem­ber): Na­tür­lich weiß ich, dass der Un­ter­ti­tel der „Rhei­ni­schen Post“„Zei­tung für Po­li­tik und christ­li­che Kul­tur“heißt, und ich se­he als po­li­tisch in­ter­es­sier­ter, aber nicht re­li­giö­ser Le­ser über manch ten­den­ziö­se Ar­ti­kel hin­weg. Über­rascht war ich aber doch, dass aus­ge­rech­net der Chef­re­dak­teur Micha­el Brö­cker in sei­nem Kom­men­tar ein Ver­fas­sungs­ge­richts­ur­teil als ein „Schlei­fen von christ­li­chen Tra­di­tio­nen“be­zeich­net und die dar­in ent­hal­te­ne Bot­schaft als „schwer er­träg­lich“an­sieht. Sei­ne Be­griffs­wahl ent­springt für mich ei­ner christ­lich-mar­ti­al-fun­da­men­ta­lis­ti­schen Geis­tes­hal­tung. Apo­lo­ge­ten des Chris­ten­tums schei­nen im­mer noch auf ei­nem „zu ho­hen Ross“zu sit­zen und nicht an­er­ken­nen zu wol­len, dass ein Teil der Be­völ­ke­rung mehr sä­ku­lar aus­ge­rich­tet ist und an­de­ren Grup­pen der Ge­sell­schaft gleich­be­rech­tigt ge­gen­über­steht. Deutsch­land. Hät­te Heinz Kühn heu­te noch die­se Mei­nung ver­tre­ten? Oder hät­te man ihn gleich in die rechts­ex­tre­me Ecke ge­stellt? Heinz Kühn for­der­te ei­ne ak­ti­ve In­te­gra­ti­ons­po­li­tik, aber nicht gren­zen­lo­se Ein­wan­de­rung. schluss steht in ei­ner gan­zen Rei­he von CDU-Be­schlüs­sen zur So­zi­alund Wirt­schafts­po­li­tik in den letz­ten Jah­ren, die auf Kos­ten der jun­gen Ge­ne­ra­tio­nen zu­guns­ten der Äl­te­ren ge­fasst wur­den. Ich ge­hö­re üb­ri­gens zu den Äl­te­ren.

FO­TO: DPA

Uni­ons-Frak­ti­ons­chef Vol­ker Kau­der war ei­ner der pro­mi­nen­tes­ten Red­ner beim Bun­des­par­tei­tag der CDU in Es­sen.

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