Ein­sei­ti­ge Mei­nung

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES / LESERBRIEFE - Ro­man Heu­er per Mail Die­ter Karg per Mail

spit­ze weg­ge­keilt, so dass die Par­tei – soll­te Frau Mer­kel aus ge­sund­heit­li­chen Grün­den plötz­lich aus­fal­len – oh­ne Füh­rungs­kraft da­ste­hen wür­de. Weit­sich­ti­ge Pla­nung (auch per­so­nell) sieht an­ders aus; aber es passt zu ih­rem „Re­gie­rungs­stil“, dass sie nicht re­giert, son­dern nur auf Er­eig­nis­se re­agiert, dies zum Teil spon­tan und oh­ne aus­rei­chen­de Be­grün­dung be­zie­hungs­wei­se recht­li­che Grund­la­ge (zum Bei­spiel Atom­aus­stieg; wenn in In­di­en zwei Zü­ge zu­sam­men­sto­ßen, stellt man hier doch nicht den Bahn­be­trieb ein). Ent­schul­di­gun­gen für die in der Ver­gan­gen­heit be­gan­ge­nen Feh­ler er­set­zen kei­ne Vor­ga­ben für die Zu­kunft. Hof­fent­lich las­sen sich die Wäh­ler nicht so ein­lul­len wie die De­le­gier­ten in Es­sen, denn ein „Wei­ter so“führt uns nicht wei­ter. Zu „Der Graf von Lu­xem­burg mel­det Pri­vat­in­sol­venz an“(RP vom 5. De­zem­ber): Die Be­schrei­bung der Ope­ret­te „Der Graf von Lu­xem­burg“ist ei­ne Frech­heit. Wir wa­ren, eben­so wie der über­wäl­ti­gen­de Teil der Pre­mie­ren­be­su­cher, nicht die­ser nie­der­schmet­tern­den An­sicht. Die Ju­bel­stür­me mit vie­len „Bra­vos“wäh­rend der zahl­rei­chen Ver­beu­gun­gen am En­de der Vor­stel­lung spre­chen doch ge­wal­tig ge­gen die ein­sei­ti­ge Mei­nung Ih­rer Re­zen­sen­tin. Si­cher kann man ei­ne Ope­ret­te mit An­na Netreb­ko und Ro­lan­do Vil­la­zón be­set­zen, da­zu mit ei­nem Ot­to Schenk als Re­gis­seur. Wir sind hier aber nicht an der MET oder der Sca­la, wir freu­en uns über un­se­re Oper mit ih­ren her­vor­ra­gen­den So­lis­tin­nen und So­lis­ten. Dass in Düs­sel­dorf über­haupt wie­der Ope­ret­ten auf dem Spiel­plan ste­hen, ist doch sehr er­freu­lich.

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