Eva­ku­ie­rung

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS -

Die Räu­mung des Ost­teils der zer­stör­ten sy­ri­schen Stadt Alep­po ist ges­tern ins Sto­cken ge­ra­ten, weil auf die Kon­vois ge­schos­sen wur­de. Von Eva­ku­ie­rung ist meist die Re­de, wenn es um die­se Ak­ti­on geht, mit der Frau­en, Kin­der, aber auch Re­bel­len­kämp­fer aus der Stadt ge­bracht wer­den. Ob da nun die Stadt eva­ku­iert wird (das wä­re streng­ge­nom­men kor­rekt, denn Eva­ku­ie­rung ist dem Wort­sinn nach ei­ne „Lee­rung“) oder die Men­schen, das geht durch­ein­an­der. Das ist aber an­ge­sichts der sy­ri­schen Ge­walt­or­gie auch schon fast ne­ben­säch­lich. Ent­schei­dend ist: An­ders als et­wa die „Eva­ku­ie­run­gen“der Na­zis, die häu­fig ein­fach To­des­mär­sche wa­ren, ist die­se Eva­ku­ie­rung ein Trans­port in die (re­la­ti­ve) Si­cher­heit. Bei al­lem Ver­bre­chen und Zy­nis­mus in Sy­ri­en: we­nigs­tens das. fvo

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