Glad­bach-Der­by zum Jah­res­ab­schluss

Der Jah­res­ab­schluss im Ama­teur­fuß­ball könn­te nicht in­ter­es­san­ter sein, er ist viel­mehr ein Voll­tref­fer. Im Der­by tref­fen be­reits heu­te um 16 Uhr die bei­den Mön­chen­glad­ba­cher Lan­des­li­gis­ten auf­ein­an­der: Der 1. FC Mön­chen­glad­bach emp­fängt Oden­kir­chen 05/07.

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - VON KURT THEUERZEIT

FUSSBALL Man kennt sich, vor al­lem im Trai­ner- und Funk­tio­närs­be­reich. Oden­kir­chens Sport­li­cher Lei­ter Ma­thi­as Ko­mor und FC-Trai­ner Mar­cel Win­kens sind ver­schwä­gert. Sven und Mar­cel Mo­se­ler ha­ben wie Tor­wart Ke­vin Afa­ri län­ge­re Zeit für den FC ge­spielt. FC-Ka­pi­tän Akin Us­lu­can war zwei Spiel­zei­ten in Oden­kir­chen, Phil­ipp Bä­ger dort nur Kurz­zeit-Mit­glied. Schließ­lich ist da auch noch das Pres­ti­ge, das in die­ser Par­tie ei­ne be­son­de­re Rol­le spielt. Schließ­lich muss der Ver­lie­rer mit ei­ner Nie­der­la­ge bis zum 5. März 2017 le­ben, weil dann erst die Sai­son fort­ge­setzt wird.

1. FC Mön­chen­glad­bach „Oden­kir­chen kann auf­grund der bis­her ge­sam­mel­ten Punk­te mit ei­nem Un­ent­schie­den zu­frie­den sein, wir nicht. Soll­te es aber dann doch nur ei­nen Punkt ge­ben, kön­nen wir da­mit um­ge­hen. Auf kei­nen Fall will ich auf ei­nem Ab­stiegs­platz in die Win­ter­pau­se ge­hen“, sagt FC-Trai­ner Mar­cel Win­kens. Sein Op­ti­mis­mus ist aber nicht un­be­rech­tigt, denn das 1:1 bei Spit­zen­rei­ter Voh­win­kel lässt auf­hor­chen.

Of­fen­sicht­lich scheint sich die jun­ge Trup­pe nun nach et­li­chen Rück­schlä­gen an die Gan­gart in der Li­ga ge­wöhnt zu ha­ben. „Wir ha­ben durch den Punkt­ge­winn und die letz­ten Spie­le jetzt das nö­ti­ge Selbst­ver­trau­en und hin­rei­chend Er­fah­rung ge­sam­melt, um uns bes­ser und ef­fek­ti­ver durch­zu­set­zen“, sagt Win­kens.

Eins weiß Win­kens si­cher, näm­lich ob er auf dem gro­ßen Ra­senoder dem klei­nen Kun­st­ra­sen­platz spie­len wird: „Das wer­de ich für mich be­hal­ten.“Was nun schließ­lich für wel­che Mann­schaft ein Vor­teil sein wird, kann erst am Spie­len­de si­cher be­ant­wor­tet wer­den. Viel­leicht be­ant­wor­tet das Wet­ter die­se Fra­ge. Ent­schei­den­der dürf­te sein, mit wel­cher Tak­tik Win­kens sein Glück ver­su­chen wird.

Er wird ei­ner­seits bei geg­ne­ri­schem Ball­be­sitz den De­fen­siv­be­reich durch Spie­ler aus dem Mit­tel­feld ver­stär­ken. Bei ei­ge­nem Ball­be­sitz dürf­ten die Spie­ler, die auf den Au­ßen­bah­nen der Ab­wehr­ket­te agie­ren, nach vor­ne auf­rü­cken. „Aber si­cher wird sich auch Ke­mal Kuc wie­der et­was ein­fal­len las­sen. Dar­auf bin ich ge­spannt“, sagt der FC-Trai­ner, der aber si­cher zu sein scheint, dar­auf re­agie­ren zu kön­nen.

Auf Ni­co Kö­nigs, der in den ver­gan­ge­nen Wo­chen wie­der sei­ner al­ten Form na­he ge­kom­men ist, muss der FC je­doch ver­zich­ten. Bei ihm wur­de der Me­nis­kus ge­glät­tet. „Wir ha­ben uns für die­sen Zeit­punkt ent­schie­den, da­mit er uns zu Be­ginn der Vor­be­rei­tung wie­der zur Ver­fü­gung steht“, sagt Win­kens.

Bei der an­schlie­ßen­den Weih­nachts­fei­er könn­te es beim FC ein oder zwei Ver­ab­schie­dun­gen ge­ben, al­ler­dings dürf­te auch der ei­ne oder an­de­re Neu­zu­gang be­grüßt wer­den kön­nen. Kon­kre­tes woll­te man beim FC noch nicht ver­ra­ten.

Oden­kir­chen 05/07 Nach dem 3:0-Sieg ge­gen Kal­kum hat Oden­kir­chen ge­gen­über der Hin­run­de schon drei Punk­te mehr auf dem Kon­to. Das Zwi­schen­ziel mit 20 Zäh­lern am En­de der Hin­run­de wur­de im End­spurt nach zwei Sie­gen er­reicht. Mit dem zu­sätz­li­chen Sieg ge­gen Kal­kum hat 05/07 wie­der ein­mal drei Spie­le in Fol­ge ge­won­nen und vor al­lem end­lich ein­mal ei­ne Mann­schaft ge­schla­gen, die in der Ta­bel­le hin­ter 05/07 ran­giert.

Nach dem ers­ten Drei­er vor ei­ni­gen Wo­chen folg­ten aber gleich acht Spie­le, in de­nen nur noch vier Punk­te da­zu ka­men. „Das soll­ten wir nun auf je­den Fall ver­hin­dern. Mit ei­nem Punkt könn­te ich ganz gut le­ben“, sagt Ma­thi­as Ko­mor. Trai­ner Ke­mal Kuc ist sich dies­mal si­cher, dass sei­ne Spie­ler nun nicht über­heb­lich ins Spiel ge­hen wer­den: „Wir ha­ben wäh­rend un­se­rer schwa­chen Pha­se viel mit den Spie­lern ge­re­det und ge­ar­bei­tet. Sie wis­sen nun, dass sie nur im Kol­lek­tiv stark sind. Da muss al­les stim­men. Beim sehr star­ken FC darf es kei­ne Aus­fäl­le ge­ben, wol­len wir er­folg­reich sein.“

Auch er wür­de mit ei­nem Punkt schließ­lich si­cher zu­frie­den sein, aber wahr­schein­lich kä­me er mit ei­nem Sieg noch bes­ser klar. Auch er be­hält dies­mal für sich, mit wel­cher Tak­tik er beim FC er­folg­reich sein will. „Es wird für uns ge­gen die­se spiel­star­ke Mann­schaft sehr viel Ar­beit ge­ben. Wir müs­sen 90 Mi­nu­ten viel Lauf­be­reit­schaft und Ein­satz zei­gen“, sagt Kuc.

Er und Ko­mor sind ge­spannt, auf wel­chem Platz ge­spielt wird. Selbst die ver­wandt­schaft­li­chen Ver­bin­dun­gen rei­chen of­fen­sicht­lich nicht aus, um sich in die­ser Hin­sicht Klar­heit zu ver­schaf­fen. „Mar­cel zuckt nur mit der Schul­ter, wenn ich ihn da­nach fra­ge“, sagt Ko­mor. Für Kuc spielt das letzt­lich ei­ne un­ter­ge­ord­ne­te Rol­le. „Es ist egal, auf wel­chem Platz wir spie­len. Mei­ne Mann­schaft muss al­les ge­ben. Wir al­le soll­ten Spaß ha­ben, vie­le To­re se­hen und vie­le Zu­schau­er ha­ben“, sagt der Coach.

Ge­fei­ert wird in Oden­kir­chen nach Spiel­schluss nur im pri­va­ten Kreis. „Im Ja­nu­ar fin­det in un­se­rem Ver­eins­heim der „Hüt­ten­zau­ber“statt. Da­zu sind al­le Se­nio­ren­mann­schaf­ten und die A-Ju­nio­ren statt Weih­nachts­fei­er ein­ge­la­den“, sagt Ko­mor.

FOTO: THEO TITZ

So wür­de es Oden­kir­chen heu­te gern wie­der ha­ben. Hier be­ju­belt das Team von Ke­mal Kuc das Tor zum 1:0 im Hin­spiel.

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