Dop­pel­pass

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS -

Im Fuß­ball stellt der Dop­pel­pass ei­ne oft ge­nutz­te Spiel­art dar, um den Geg­ner aus­zu­trick­sen. In der Po­li­tik geht es bei die­sem The­ma weit­aus we­ni­ger fi­li­gran zu. Den erst im Jahr 2014 von der Gro­ßen Ko­ali­ti­on be­schlos­se­nen Kom­pro­miss, wo­nach sich in Deutsch­land auf­ge­wach­se­ne Aus­län­der nicht mehr zwi­schen dem deut­schen Pass und der Staats­an­ge­hö­rig­keit des Her­kunfts­lands ih­rer El­tern ent­schei­den müs­sen, tor­pe­dier­te kürz­lich der CDU-Par­tei­tag in Es­sen. Die De­le­gier­ten stimm­ten für ei­ne Auf­he­bung die­ser Re­ge­lung, Bun­des­kanz­le­rin und Par­tei­vor­sit­zen­de An­ge­la Mer­kel stell­te sich of­fen ge­gen die­sen Be­schluss. Der Ko­ali­ti­ons­part­ner SPD re­agier­te den­noch ver­schnupft. Was von der Dis­kus­si­on bleibt, ist die Fra­ge, wer hier wen aus­trickst und wer am En­de das Tor er­zielt. maxk

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