Hal­te­ver­bo­te ge­gen Bo­rus­sia-Wild­par­ker

Bei Heim­spie­len im Bo­rus­sia-Park wa­ren Feld­we­ge und Stich­stra­ßen in Dort­hau­sen und Wolf­sit­tard re­gel­mä­ßig so zu­ge­parkt, dass An­woh­ner und Land­wir­te nicht mehr durch­ka­men. Die Stadt geht da­ge­gen jetzt vor.

Rheinische Post Moenchengladbach - - KULTUR - VON ANDRE­AS GRUHN

Falsch­par­ker ha­ben es bei Heim­spie­len rund um den Bo­rus­sia-Park künf­tig deut­lich schwe­rer. Denn die Stadt hat an ei­ner Rei­he von Stich­stra­ßen und Feld­we­gen in Hehn, Dort­hau­sen und Hei­li­gen­pesch zu­sätz­li­che Hal­te­ver­bo­te und Durch­fahrt­be­schrän­kun­gen ein­ge­führt und zwei Durch­fahr­ten mit Pol­lern ab­ge­sperrt. Die Stadt be­stä­tig­te ent­spre­chen­de Skiz­zen aus dem Ord­nungs­amt, die die Maß­nah­men de­tail­liert auf­zei­gen. Dirk Rüt­ten Stadt Mön­chen­glad­bach

Be­trof­fen sind die Stra­ßen Wolf­sit­tard 95-97, der Renn­bahn­weg und ein Feld­weg Rich­tung Hehn. Dort gilt von nun an ein Hal­te­ver­bot. Am Renn­bahn­weg wur­den zu­dem Pfos­ten­sper­ren er­neu­ert und auf ei­nem wei­te­ren Feld­weg zum Um­spann­werk neue Bar­rie­ren ein­ge­rich­tet. „Wir kon­trol­lie­ren au­ßer­dem ver­stärkt, ob die Hal­te­ver­bo­te ein­ge­hal­ten wer­den“, sag­te Stadt­spre­cher Dirk Rüt­ten. Bis­her wur­den die näm­lich ger­ne igno­riert: In Hö­he des Fried­hofs in Hehn et­wa gibt es schon län­ger Hal­te­ver­bots­schil­der, trotz­dem war die­ser Strei­fen bei Heim­spie­len re­gel­mä­ßig zu­ge­parkt. Rüt­ten be­stä­tig­te, man ha­be beim letz­ten Heim­spiel ge­gen Mainz 05 ver­stärkt kon­trol­liert und Falsch­par­ker auf­ge­schrie­ben. Über Zah­len gibt es al­ler­dings kei­ne Aus­kunft.

Die Stadt re­agiert mit dem Maß­nah­men­pa­ket auf ver­är­ger­te An­woh­ner, die sich bei der Stadt über die wild ge­park­ter Fahr­zeu­ge bei Heim­spie­len be­schwert hat­ten. Bei ei­nem Rund­gang im Sep­tem­ber wäh­rend des Heim­spiels ge­gen Wer­der Bre­men wa­ren An­woh­ner und ein Mit­ar­bei­ter des Ord­nungs­am­tes auf vie­le Dut­zend wild ge­park­te Fahr­zeu­ge ge­sto­ßen. Teil­wei- se wa­ren An­woh­ner zu­ge­parkt wor­den, Fahr­zeu­ge stan­den ein­fach im Feld oder wa­ren so ab­ge­stellt, dass Land­wir­te mit ih­rem schwe­ren Ge­rät nicht mehr durch­ka­men. An an­de­ren Ecken wa­ren teu­re Edel­ka­ros­sen ein­fach halb ins Ge­büsch ge­fah- ren wor­den. „Das kann nicht sein. Bei je­dem Heim­spiel wer­den wir hier al­le zu­ge­parkt“, schimpf­te Land­wirt Walter Pflip­sen. „Da­bei gibt es doch ge­nug Park­plät­ze.“Das Ord­nungs­amt do­ku­men­tier­te die Si­tua­ti­on. Als zu­nächst aber nichts ge­sche­hen war, mach­ten die An­woh­ner selbst mo­bil und sperr­ten sen­si­ble Stel­len ein­fach mit Stroh­bal­len ab.

Auf den sie­ben Park­plät­zen sind es nach Aus­kunft von Bo­rus­sia knapp 10.000 Stell­plät­ze. Wer fünf Eu­ro zahlt, darf das Fahr­zeug bei

„Wir kon­trol­lie­ren ver­stärkt, ob die Hal­te­ver­bo­te auch ein­ge­hal­ten wer­den“ „Wir wer­den bei je­dem Heim­spiel zu­ge­parkt, da­bei gibt es doch ge­nug Park­plät­ze“

Walter Pflip­sen Land­wirt in Wolf­si­tard Heim­spie­len als Ta­ges­par­ker auf den Flä­chen P4 bis P7 ab­stel­len (bei an­de­ren Events sind es laut Park­platz­ge­sell­schaft üb­ri­gens sechs Eu­ro Park­ge­bühr).

Da­bei geht es den Wild­par­kern rund um das Sta­di­on gar nicht im­mer dar­um, die Park­ge­bühr zu spa­ren. Denn vie­le Wild­par­ker spe­ku­lie­ren dar­auf, auf den ab­ge­le­ge­nen Feld­we­gen die gro­ßen Staus zu um­fah­ren, oder es dau­ert ih­nen auf den Park­plät­zen selbst zu lang. Be­son­ders dras­tisch zeig­te sich das stets bei Heim­spie­len un­ter der Wo­che, wenn es vie­le am spä­ten Abend be­son­ders ei­lig ha­ben. Dies ist künf­tig – so et­wa am Di­ens­tag beim Spiel ge­gen Wolfs­burg, nicht mehr mög­lich: Die Feld­we­ge sind jetzt zu.

FO­TOS (3): ANGR (AR­CHIV)

So war die Si­tua­ti­on bei ei­nem Rund­gang im Sep­tem­ber: Fahr­zeu­ge blo­ckier­ten Land­wirt­schafts­we­ge, wa­ren un­ge­niert ins Hal­te­ver­bot ge­parkt oder stan­den im Feld und im Ge­büsch.

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