Drei Ver­an­stal­tun­gen zur „Angst“

Das Ka­tho­li­sche Fo­rum Mön­chen­glad­bach stellt sein neu­es Kur­s­pro­gramm vor. Ein Schwer­punkt liegt wie­der auf dem The­ma „Zu­wan­de­rung“.

Rheinische Post Moenchengladbach - - STADTTEILE - VON AN­GE­LA RIETDORF

STADT­TEI­LE Nicht von un­ge­fähr hat das Ka­tho­li­sche Fo­rum ei­nen Glo­bus als Sym­bol auf die Ti­tel­sei­te sei­nes neu­en Kur­s­pro­gramms ge­druckt. „Der Glo­bus steht für In­ter­na­tio­na­li­tät, Ver­net­zung und kul­tu­rel­le Viel­falt“, er­klärt Franz-Jo­sef Un­land, der Lei­ter des Fo­rums. Er sym­bo­li­sie­re zu­dem ein so­li­da­ri­sches Mit­ein­an­der. All das will das Fo­rum durch sei­ne um­fang­rei­chen An­ge­bo­te be­to­nen und ver­stär­ken. „In­seln der Ver­nunft“nennt der Fo­rums­lei­ter die Ver­an­stal­tun­gen, Kur­se und Work­shops des­halb auch. In­seln, auf de­nen ge­lernt, dis­ku­tiert, zu­ge­hört und nach­ge­dacht wird.

Ein Schwer­punkt der Fo­rums­ar­beit liegt wie­der auf dem The­ma Zu­wan­de­rung. „Wir wol­len An­ge­bo­te für die Auf­nah­me­ge­sell­schaft ma­chen“, sagt Un­land. „Es geht um in­ter­kul­tu­rel­le Sen­si­bi­li­sie­rung.“Miss­ver­ständ­nis­se im Um­gang mit­ein­an­der sol­len ver­mie­den, das Ge­spür für kul­tu­rel­le Un­ter­schie­de soll ge­schärft wer­den.

Im Be­reich Frau­en und Se­nio­ren rückt das The­ma der ver­ges­se­nen Ge­ne­ra­ti­on in den Mit­tel­punkt – die Kriegs­kin­der und Krieg­s­en­kel. Ab März wird sich ei­ne neue Grup­pe mit die­ser The­ma­tik be­schäf­ti­gen. Eben­falls im März wird die Jour­na­lis­tin und Au­to­rin Sa­bi­ne Bo­de, die Be­rich­te der Kriegs­kin­der­ge­ne­ra­ti­on ge­sam­melt hat, zu ei­ner Lesung in die Ci­ty­kir­che kom­men. Im Mai lädt das Fo­rum zu ei­nem „et­was an­de­ren Mut­ter­tag“ein, bei dem Li­te­ra­tur und Poe­sie im Mit­tel­punkt ste­hen. An Frau­en, die Krebs oder an- Franz-Jo­sef Un­land Lei­ter des Fo­rums de­re schwe­re Er­kran­kun­gen hin­ter sich ha­ben, wen­det sich ein Krea­ti­vWork­shop. Mit Hil­fe des Ma­lens sol­len Per­sön­lich­keit und Le­bens­freu­de wie­der ge­stärkt, Wün­sche, Sehn­süch­te und Hoff­nun­gen aus­ge­drückt wer­den.

Um das The­ma Angst dre­hen sich drei Ver­an­stal­tun­gen im Be­reich Ge­sell­schaft und Po­li­tik. „Das ist ein wich­ti­ges The­ma. Mit Ängs­ten sol­len Wah­len ge­won­nen wer­den“, sagt Hel­mut Key­mer, der die­sen Be­reich beim Fo­rum be­treut. „En- tängs­tigt euch“for­dert Paul M. Zu­leh­ner, eme­ri­tier­ter Pro­fes­sor für Pas­to­ral­theo­lo­gie, am 7. März 2017, geht den Ängs­ten nach, die ab­weh­ren­den Hal­tun­gen zu­grun­de lie­gen und zeigt Mög­lich­kei­ten auf, sie zu über­win­den. Mit der Angst vor dem Frem­den be­schäf­tigt sich Psy­cho­lo­gie­pro­fes­sor Franz-Chris­ti­an Schu­bert in ei­nem mehr­stün­di­gen Se­mi­nar am 5. Mai. Be­reits am 23. Ja­nu­ar 2017 geht es um den Um­gang mit Ängs­ten in der Ver­an­stal­tung „Zwi­schen Pa­nik und Sorg­lo­sig­keit“. „Oft wer­den Vor­gän­ge mit Ängs­ten auf­ge­la­den, an­de­re Phä­no­men da­ge­gen, vor de­nen man be­rech­tig­ter­wei­se Angst ha­ben soll­te wie vor Ti­han­ge bei­spiels­wei­se, wer­den ver­harm­lost“, er­läu­tert Key­mer das Span­nungs­feld.

Und weil bald Weih­nach­ten ist und so man­che ei­ner noch auf der Su­che nach ei­nem Ge­schenk, bie­tet das Ka­tho­li­sche Fo­rum auch Ge­schenk­gut­schei­ne an: schön ge­stal­tet und in­halts­schwer. An­ruf ge­nügt. Das kom­plet­te Pro­gramm, das von Re­li­gi­on und Spi­ri­tua­li­tät bis Um­welt und Na­tur reicht, liegt in be­währ­ter Wei­se in Druck­form vor, ist aber auch voll­stän­dig im Internet un­ter www.fo­rum-mg-hs.de ein­seh­bar.

„Wir wol­len An­ge­bo­te für die Auf­nah­me­ge­sell­schaft ma­chen“

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