Die Fei­er für den See­pe­schnäuz

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES -

(cli) Es war ei­ne Ge­burts­tags­fei­er, wie Pe­ter Ull­rich sie sel­ber nicht bes­ser hät­te aus­rich­ten kön­nen. An der Tü­re des Al­ten Zeug­hau­ses be­grüß­ten Da­men in Bie­der­mei­er­klei­dern die Gäs­te. Ab­ord­nun­gen vie­ler Ge­sell­schaf­ten und der Mön­chen­glad­ba­cher Kar­ne­vals­ver­band wa­ren ge­kom­men, um Pe­ter Ull­rich, den be­rühm­ten See­pe­schnäuz, zu fei­ern. Ges­tern wä­re das Glad­ba­cher Ori­gi­nal 100 Jah­re alt ge­wor­den. Wie es Ull­richs Art war, rich­te­ten die Mit­glie­der des Zeug­hau­ses die Fei­er schlicht und als ge­müt­li­ches Bei­sam­men­sein aus. „Pe­ters Wit­we An­ne­lie­se woll­te aus Ber­lin kom­men. Lei­der geht es ihr aber im Mo­ment nicht so gut“, er­zähl­te Diet­mar Wirt, der Vor­sit­zen­de des Al­ten Zeug­hau­ses. Da­für wa­ren aber Ull­richs Töch­ter Hel­ga und An­ge­li­ka ge­kom­men. Sein Schwie­ger­sohn und Ex-Prinz Klaus Bro­se er­in­ner­te an ei­ni­ge An­ek­do­ten. Die konn­te auch Diet­mar Wirt er­zäh­len: „Pe­ter sag­te im­mer, er wer­de äl­ter als Jo­pi Hee­sters.“Bernd Go­the, der Chef des Mön­chen­glad­ba­cher Kar­ne­vals­ver­bands, er­in­ner­te an den Mann, der so viel für den Kar­ne­val ge­tan hat. „Es war sei­ne Her­zens­sa­che“, sag­te Go­the, der si­cher ist, dass Pe­ter Ull­rich jetzt, wo es um den Aus­bau des Zeug­hau­ses geht, wie­der mit an­pa­cken wür­de. In ei­ner Aus­stel­lung, die ab so­fort im Al­ten Zeug­haus zu se­hen ist, zeigt das Kar­ne­vals­mu­se­um Ull­richs Le­ben in Bil­dern. Auch sein brau­ner Bie­der­mei­er-An­zug, den nun ei­ne Schau­fens­ter­pup­pe trägt, steht in der Aus­stel­lung. Dem See­pe­schnäuz, der vor drei Jah­ren starb, hät­te die­se Fei­er ge­wiss ge­fal­len. Bernd Go­the hat­te so­gar ein Ge­schenk mit­ge­bracht. Er hat in al­ten Buch­sta­ben aus Ei­sen den Schrift­zug „Kar­ne­vals­mu­se­um“an­fer­ti­gen las­sen. Er wird künf­tig die Sei­te des Zeug­hau­ses zie­ren.

RP-FO­TO: KNAP­PE

Der An­zug vom See­pe­schnäuz, Klaus Bro­se und Bernd Go­the.

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