Län­der: Ho­her Auf­wand für Kul­tur­gut­schutz

Rheinische Post Moenchengladbach - - KULTUR -

BER­LIN (dpa) Das Ge­setz zum Schutz von Kul­tur­gü­tern hat in vie­len Bun­des­län­dern zu mehr Bü­ro­kra­tie und ei­nem er­höh­ten Be­ra­tungs­auf­wand ge­führt. Dies er­gab ei­ne Um­fra­ge der Deut­schen Pres­se-Agen­tur. Die neu­en Re­geln, die von Tei­len der Kunst­sze­ne er­bit­tert be­kämpft wor­den wa­ren, sol­len die Ab­wan­de­rung na­tio­nal wert­vol­ler Kunst ins Aus­land ver­hin­dern. Die An­zahl der An­trä­ge auf­grund der ge­neh­mi­gungs­pflich­ti­gen EU-in­ter­nen Aus­fuh­ren ha­be sich er­heb­lich er­höht, heißt es dem­nach et­wa aus dem NRW-Kul­tur­mi­nis­te­ri­um. Das Mu­se­um Kunst­pa­last in Düsseldorf klagt, die Ko­ope­ra­ti­on mit Samm­lern sei er­schwert. So hät­ten in zwei Fäl­len Samm­ler mit Hin­weis auf das Ge­setz Wer­ke aus ih­rem Be­sitz, die das Mu­se­um als Dau­er­leih­ga­be hat, nicht für Son­der­aus­stel­lun­gen in an­de­ren Mu­se­en zur Ver­fü­gung ge­stellt. Die An­trä­ge auf Aus­fuhr­ge­neh­mi­gun­gen hät­ten sich zwar er­höht, doch im Ge­gen­zug fie­len die bis­he­ri­gen Ein­zel­an­trä­ge der Mu­se­en im Leih­ver­kehr fort, sag­te Kul­tur­staats­mi­nis­te­rin Mo­ni­ka Grüt­ters (CDU. Nach ih­rer Ein­schät­zung ha­be sich die La­ge bei den Mu­se­en be­ru­higt.

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