Kunst­vol­le Bil­der im Flücht­lings­heim am Fleen­er­weg

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES - VON ALEX­AN­DRA DAH­MEN

Dass In­te­gra­ti­on fern­ab von Bü­ro­kra­tie auch leicht sein kann und so­gar Spaß macht, be­wie­sen jetzt Mit­ar­bei­ter des ge­mein­sa­men „In­te­gra­ti­on Po­ints“von Ar­beits­agen­tur, Job­cen­ter und Stadt. Ih­ren all­jähr­li­chen Te­am­tag ver­brach­te die Trup­pe in der Flücht­lings­un­ter­kunft am Fleen­er­weg und mal­te mit den Be­woh­nern kunst­vol­le Bil­der, die heu­te die Un­ter­kunft schmü­cken.

„Für al­le Be­tei­lig­ten war dies ein au­ßer­ge­wöhn­li­cher Tag“, sagt Team­lei­te­rin Bär­bel Jung­bluth. „Wir konn­ten uns über un­se­ren be­ruf­li­chen Kon­text hin­aus mit den Flücht­lin­gen aus­tau­schen und ih­nen un­se­re Wert­schät­zung ent­ge­gen­brin­gen. Für uns al­le war klar, dass wir mehr tun wol­len als nur das, was wir wäh­rend un­se­rer re­gu­lä­ren Ar­beits­zeit ma­chen. Wir sind al­les Men­schen und wol­len uns un­be­dingt auf Au­gen­hö­he be­geg­nen.“

Ge­malt wur­den zahl­rei­che Bil­der. Ei­nes da­von ist dem Team und auch den Flücht­lin­gen be­son­ders im Ge­dächt­nis ge­blie­ben: Es deu­tet die Welt an be­her­bergt Hun­der­te Fin­ger­ab­drü­cke. „Al­le Men­schen hin­ter­las­sen Spu­ren. Egal, wo sie sind, und auch egal, ob sie dort blei­ben oder wei­ter­zie­hen. Die Fin­ger­ab­drü­cke sol­len Sinn­bild da­für sein: Ihr wart oder ihr seid da – und das ist gut so“, sagt Jung­bluth.

Ah­med Al­har­i­ri, ein jun­ger Mann, der am Fleen­er­weg wohnt, konn­te die Idee und das per­sön­li­che In­ter­es­se des In­te­gra­ti­on Po­ints erst gar nicht fas­sen: „Wir dach­ten, da kom­men vi­el­leicht zwei oder drei Men­schen, um ein biss­chen mit den Kin- dern zu ma­len. Als dann aber plötz­lich die Mit­ar­bei­ter des In­te­gra­ti­on Po­ints hier wa­ren und wir al­le mit­ma­chen durf­ten, ha­ben wir uns to­tal ge­freut. Das ken­nen wir so nicht, das ist neu für uns.“

In der Un­ter­kunft am Fleen­er­weg le­ben der­zeit rund 40 Men­schen. 80 Pro­zent da­von stam­men laut Bernd Meis­ter­ling-Riecks, Be­reichs­lei­ter für Markt und In­te­gra­ti­on im Job­cen­ter, aus Sy­ri­en. „Die Un­ter­kunft am Fleen­er­weg ist ein sehr ru­hi­ges Haus, das Ka­pa­zi­tät für ins­ge­samt rund 120 Flücht­lin­ge auf­weist.“

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