Ne­ki Lo­gan soll Blau-Weiß Meer über­neh­men

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - VON KURT THEUERZEIT

FUSSBALL Rolf Frän­zen macht ei­nen denk­bar un­glück­li­chen Ein­druck. Meers Fuß­ball­ob­mann hält den Klub seit vie­len Jah­ren zu­sam­men, ist Platz­wart, Sport­li­cher Lei­ter, See­len­trös­ter, Le­bens­be­ra­ter, schlicht Mäd­chen für al­les. Die Ar­beits­grund­la­gen, die er vor­fin­det, sind in­des denk­bar schlecht. Die Platz­an­la­ge ge­hört si­cher nicht zu den mo­derns­ten in der Stadt. Die sport­li­che Zu­kunft des Ver­eins kann auch nicht als ro­sig be­zeich­net wer­den, denn zu ei­nem ret­ten­den Platz feh- len dem Be­zirks­li­gis­ten elf Punk­te. Frän­zen er­in­nert sich ger­ne an die vo­ri­ge Sai­son, als in der Rück­run­de noch ge­ra­de so vie­le Punk­te ge­holt wur­den, dass am letz­ten Spiel­tag die Li­ga für ei­ne wei­te­re Spiel­zeit ge­si­chert wur­de: „Da hat­ten wir nur sie­ben Punk­te auf dem Kon­to und ha­ben das noch ge­schafft. Ich muss aber zu­ge­ben, dass die La­ge nun pre­kä­rer ist.“

Dar­an trägt der Ver­ein auch ein ge­rüt­tel­tes Maß selbst Schuld, denn mit nur 15 Spie­lern im Ka­der star­te­te Meer in die Sai­son und wur­de schon schnell be­straft. Ver­let­zun- gen, Sper­ren nach Platz­ver­wei­sen häuf­ten sich so sehr, dass Trai­ner Er­han Ku­ralay auf Spie­ler aus den Re­ser­ve­teams zu­rück­grei­fen muss­te, die aber kaum trai­niert hat­ten. Die Fol­ge war, dass Meer bei den Spie­len spä­tes­tens nach der Pau­se Ein­brü­che er­leb­te. „Da war ein­fach nichts zu ma­chen. Das konn­te nur gut ge­hen, wenn wir im­mer mit un­se­rer bes­ten Mann­schaft hät­ten spie­len kön­nen“, sagt Ku­ralay.

Er hat sich in den ver­gan­ge­nen Wo­chen um Spie­ler be­müht, die den Ka­der nicht nur quan­ti­ta­tiv auf­ge­bes­sert hät­ten. In­zwi­schen ist un- si­cher, ob die­se Spie­ler auch tat­säch­lich kom­men wer­den. Denn nach dem 0:11 ge­gen St. Tö­nis warf Ku­ralay das Hand­tuch und kün­dig­te sei­nen Rück­tritt an. Rolf Frän­zen bat ihn, die Mann­schaft noch beim letz­ten Spiel in Uer­din­gen zu be­treu­en. Dort konn­te Ku­ralay wie­der auf sei­ne Best­be­set­zung zu­rück­grei­fen, die zwar 1:2 un­ter­lag, aber ei­ne gu­te Leis­tung ab­lie­fer­te.

„Das war schon ein groß­ar­ti­ges Ab­schieds­ge­schenk. Na­tür­lich steckt in der Mann­schaft Po­ten­zi­al. Dann darf aber auch kei­ner feh­len. Ich hät­te mei­nen Rück­tritt vi­el­leicht schon ei­ni­ge Wo­chen frü­her voll­zie­hen müs­sen“, sagt Ku­ralay.

Als Nach­fol­ger wird wohl Co-Trai­ner Ne­ki Lo­gan die Mann­schaft über­neh­men, denn Frän­zen löst Per­so­nal­fra­gen ger­ne ver­eins­in­tern. Ob neue Spie­ler hin­zu­kom­men, muss ab­ge­war­tet wer­den. In der Ge­rüch­te­kü­che war zu ver­neh­men, dass mög­li­cher­wei­se auch Olaf vom En­de als Trai­ner ein­sprin­gen könn­te. Meer ist sein Hei­mat­ver­ein, er hat bis vor kur­zem lan­ge in Menn­rath als Trai­ner ge­ar­bei­tet und könn­te aus al­ter Ver­bun­den­heit nun vi­el­leicht aus­hel­fen.

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