Re­gie­rung schafft mehr An­rei­ze für Be­triebs­ren­ten

Rheinische Post Moenchengladbach - - VORDERSEITE -

BER­LIN (RP) Die Bun­des­re­gie­rung macht Be­triebs­ren­ten für Ge­ring­ver­die­ner und de­ren Ar­beit­ge­ber at­trak­ti­ver. Das Ka­bi­nett be­schloss ges­tern ei­ne Re­form, mit der dro­hen­de Al­ters­ar­mut be­kämpft wer­den soll. Ar­beit­ge­ber er­hal­ten da­nach ei­nen staat­li­chen Zu­schuss von 72 bis 144 Eu­ro, wenn sie für Ge­ring­ver­die­ner mit ei­nem Ein­kom­men bis zu 2000 Eu­ro 240 bis 480 Eu­ro jähr­lich in die be­trieb­li­che Al­ters­vor­sor­ge ein­zah­len. Im Rah­men von Ta­rif­ver­trä­gen soll es mög­lich sein, Be­triebs­ren­ten oh­ne Haf­tung der Ar­beit­ge­ber zu ver­ein­ba­ren. Das heißt, der Ar­beit­ge­ber muss nicht mehr ei­ne Min­dest­aus­zah­lung Jahr­zehn­te im Vor­hin­ein ga­ran­tie­ren. Bei den der­zeit nied­ri­gen Zin­sen be­rei­tet dies vie­len Un­ter­neh­men Pro­ble­me.

Die Ost-West-An­glei­chung der Ren­te wird künf­tig halb aus der Ren­ten­kas­se und halb über Steu­ern fi­nan­ziert. Dar­auf ver­stän­dig­ten sich Fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäu­b­le (CDU) und Ar­beits­mi­nis­te­rin Andrea Nah­les (SPD), wie das Ar­beits­mi­nis­te­ri­um ges­tern mit­teil­te. Da­nach soll die An­glei­chung grund­sätz­lich über die Ren­ten­ver­si­che­rung fi­nan­ziert wer­den. Der Bund wer­de sich aber ab 2015 an der Fi­nan­zie­rung der Ren­ten dau­er­haft mit wei­te­ren zwei Mil­li­ar­den Eu­ro be­tei­li­gen. Der Zu­schuss be­gin­ne 2022 in Hö­he von 200 Mil­lio­nen Eu­ro und wer­de da­nach bis 2025 jähr­lich um 600 Mil­lio­nen Eu­ro an­stei­gen. Leit­ar­ti­kel Wirt­schaft

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