Oba­mas letz­ter Trick

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS - VON MAT­THI­AS BEER­MANN

Es ist ei­gent­lich kein gu­ter Stil und da­her auch nicht üb­lich, dass ein schei­den­der US-Prä­si­dent sei­nem de­si­gnier­ten Nach­fol­ger ein po­li­ti­sches Ei ins Nest legt. Trotz­dem hat Ba­rack Oba­ma jetzt genau dies ge­tan, in­dem er kurz vor dem Ver­las­sen des Wei­ßen Hau­ses Öl­boh­run­gen in ark­ti­schen Ge­wäs­sern un­ter­sagt hat. Es ist hin­läng­lich be­kannt, dass Do­nald Trump genau dies er­mög­li­chen will, so­bald er im Amt ist. Das dürf­te jetzt schwie­rig wer­den, wenn nicht so­gar un­mög­lich.

Dass Oba­ma zu sol­chen Ta­schen­spie­ler­tricks greift, zeigt das Aus­maß sei­ner Em­pö­rung über Trump. Nach der Wahl hat­te er sich zu­nächst be­tont zu­rück­ge­hal­ten mit Kri­tik an sei­nem Nach­fol­ger. Doch die von CIA und FBI er­ho­be­nen schwe­ren Vor­wür­fe, wo­nach Trumps Wahl­sieg auch mit russ­si­cher Hil­fe zu­stan­de ge­kom­men sein soll, ha­ben sei­ne Hal­tung ver­än­dert. Ab­ge­se­hen da­von ist Oba­mas Ent­schei­dung ei­ne gu­te Sa­che: In der Ark­tis sind die Um­welt­ri­si­ken der Öl­för­de­rung ein­fach zu hoch. Ab­ge­se­hen da­von liegt sie auch gar nicht mehr im na­tio­na­len In­ter­es­se: Ame­ri­ka schwimmt im Schie­fe­r­öl. BE­RICHT

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