Gu­te Ren­te, mie­se Ren­te

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS - VON ANT­JE HÖNING

Mit ei­nem Dop­pel­schlag zur Ren­te schickt die Re­gie­rung die Bür­ger in die Weih­nachts­fe­ri­en. Sie för­dert stär­ker die Be­triebs­ren­ten, um dem sin­ken­den ge­setz­li­chen Ren­ten­ni­veau et­was ent­ge­gen­zu­set­zen. Das ist ver­nünf­tig, zu­mal der Ge­setz­ge­ber Zwangs­maß­nah­men ver­mei­det. Die Ge­werk­schaf­ten hät­ten ger­ne al­le Be­trie­be ver­pflich­tet, ei­ne Be­triebs­ren­te an­zu­bie­ten. Das kann es in ei­ner Markt­wirt­schaft nicht ge­ben, das wür­de schwa­che Fir­men über­for­dern. Der Staat ent­bin­det die Ar­beit­ge­ber aber von ei­ner Ren­ten-Ga­ran­tie. Das Recht, nur die Bei­trä­ge zu ga­ran­tie­ren, ha­ben sich klas­si­sche Le­bens­ver­si­che­rer längst ge­nom­men. War­um soll­te man es Be­trie­ben ver­weh­ren?

Schäd­lich ist da­ge­gen die An­glei­chung von Ostund We­st­ren­ten. Sie ver­letzt das Prin­zip von Leis­tung und Ge­gen­leis­tung, hier wer­den Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer für So­zi­al­po­li­tik miss­braucht. Wenn der Bund den Ost-Rent­nern ein Wahl­ge­schenk ma­chen will, muss er es kom­plett aus Steu­ern fi­nan­zie­ren. Statt des­sen greift er in die Ren­ten­kas­se. Das üb­li­che Spiel in Wahl­jah­ren zu­las­ten der Bei­trags­zah­ler. BE­RICHT

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