GTAZ

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS -

Ho­he Zäu­ne mit St­a­chel­draht­ver­hau­en, schwer­be­waff­ne­te Po­li­zis­ten, ge­si­cher­te Zu­fahr­ten – so könn­te ein Ter­ror­ab­wehr­zen­trum aus­se­hen. In Wirk­lich­keit aber ist das GTAZ, das Ge­mein­sa­me Ter­ro­ris­mus­ab­wehr­zen­trum, kein Zen­trum. Es ist auch kei­ne ei­gen­stän­di­ge Be­hör­de. Nicht ein­mal ei­nen Lei­ter gibt es. Das GTAZ ist das, was im Be­hör­den­deutsch „Ko­or­di­nie­rungs­stel­le“ge­nannt wird. 40 Äm­ter sind be­tei­ligt, von der Bun­des­po­li­zei über das Bun­des­kri­mi­nal­amt bis zum Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz. Sie tau­schen in re­gel­mä­ßi­gen Ab­stän­den ih­re Er­kennt­nis­se über den is­la­mis­ti­schen Ter­ro­ris­mus aus, um rich­tig re­agie­ren zu kön­nen. Im ak­tu­el­len Fall ist das of­fen­bar nicht ge­lun­gen. Das Ter­ro­ris­mus­ab­wehr­zen­trum trägt al­so nicht nur das Wort „Zen­trum“zu Un­recht. kib

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