Schäu­b­le und Nah­les ei­ni­gen sich bei Ost-West-Ren­te

Rheinische Post Moenchengladbach - - WIRTSCHAFT -

BER­LIN (qua) Die Fi­nan­zie­rung für ei­ne An­glei­chung der Ost-We­st­Ren­ten steht. Ar­beits­mi­nis­te­rin Andrea Nah­les (SPD) und Fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäu­b­le (CDU) ei­nig­ten sich, dass die Ren­ten ab 2018 schritt­wei­se an­ge­gli­chen wer­den sol­len und der Bund ab dem Jahr 2022 Steu­er­mit­tel da­zu­gibt.

Wie das Ar­beits­mi­nis­te­ri­um ges­tern mit­teil­te, soll der Zu­schuss im ers­ten Schritt bei 200 Mil­lio­nen Eu­ro lie­gen und dann Jahr für Jahr an­wach­sen. Ab dem Jahr 2025 sol­len die Ren­ten ein­heit­lich be­rech­net wer­den, der Zu­schuss wird dann bei zwei Mil­li­ar­den Eu­ro pro Jahr lie­gen. „Er be­trägt dann rund die Hälf­te der Mehr­aus­ga­ben. Da­mit si­chern wir die In­ter­es­sen der Steu­er­zah­ler und der Bei­trags­zah­ler glei­cher­ma­ßen“, sag­te Schäu­b­le.

Die An­glei­chung der Ost-We­st­Ren­ten ist von ver­schie­de­nen Bun­des­re­gie­run­gen als teu­res Pro­jekt mehr­fach ver­scho­ben wor­den. 25 Jah­re nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung wuchs der Druck auf die Po­li­tik, den Schritt zu voll­zie­hen. Schäu­b­le hat­te es zu­nächst ab­ge­lehnt, die An­glei­chung mit Mit­teln aus dem Bun­des­haus­halt zu un­ter­stüt­zen. Ar­beits­mi­nis­te­rin Nah­les zeig­te sich ges­tern er­leich­tert über die Ei­ni­gung: „Ein ein­heit­li­ches Ren­ten­recht in Ost und West ist ein wich­ti­ger Schritt zur Voll­en­dung der deut­schen Ein­heit.“

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