Beth­le­hem

Rheinische Post Moenchengladbach - - KULTUR -

Beth­le­hem ist die Ge­burts­stadt Je­su Chris­ti. Dass er hier, na­he Je­ru­sa­lem, zur Welt kam, ist Fol­ge ei­ner Steu­er­schät­zung, für die sich je­des männ­li­che Fa­mi­li­en­ober­haupt in die Stadt sei­ner fa­mi­liä­ren Wur­zeln be­ge­ben muss­te – ei­ne ge­wal­ti­ge Wan­der­be­we­gung war die Fol­ge. Als ein Nach­fah­re des Kö­nigs Da­vid muss­te Jo­sef, der Va­ter Je­su, sich mit sei­ner Frau nach Beth­le­hem auf­ma­chen. Ei­nen müh­sa­men Marsch von rund 150 Ki­lo­me­tern dürf­ten sie von ih­rem Wohn­ort in Na­za­reth zu­rück­ge­legt ha­ben. Der Ge­burts­ort ist zu­gleich ein ers­ter Hin­weis auf das, was Chris­tin­nen und Chris­ten über Je­sus sa­gen: dass er der Mes­si­as ist, der Ge­salb­te, oder, grie­chisch, der Chris­tus. Denn ein Nach­kom­me des Da­vid, ge­bo­ren in sei­ner Stadt, wer­de als die­ser Mes­si­as er­schei­nen, lau­te­te die Hoff­nung in Is­ra­el: „Du Beth­le­hem-Efrat, die du klein bist un­ter den Städ­ten in Ju­da, aus dir soll mir der kom­men, der in Is­ra­el Herr sei, des­sen Aus­gang von An­fang und von Ewig­keit her ge­we­sen ist“, heißt es beim Pro­phe­ten Micha. An den Ort der Ge­burt er­in­nert seit dem 4. Jahr­hun­dert ei­ne Kir­che.

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