Die Ber­be­rit­ze ist gar nicht so schlecht

Rheinische Post Moenchengladbach - - GESELLSCHAFT - IN­GE SCHNETTLER

Al­les ist ein­fach, wenn man gu­te Freun­de hat. In die­sem Fall – die gu­te Freun­din. Die hat­te das glei­che är­ger­li­che Pro­blem mit den hab­gie­ri­gen Krä­hen wie ich. Die schwar­zen Bies­ter ver­scheuch­ten al­le Sing­vö­gel aus ih­rem Gar­ten und fra­ßen sich an den Mei­sen­knö­deln satt. Die lie­be Freun­din fand ei­ne wirk­sa­me Lö­sung. Die Mei­sen­knö­del hän­gen jetzt in der Ber­be­rit­zen-He­cke. Die fie­sen St­a­cheln ma­chen den klei­nen Mei­sen und Rot­kehl­chen nichts aus. Sie ge­lan­gen pro­blem­los ans Fut­ter. Die Krä­hen aber scheu­en die Ber­be­rit­ze wie die Pest. Und blei­ben seit­dem weg. Sieg auf der gan­zen Li­nie.

Ich mach das jetzt auch so. Und end­lich ha­be ich ei­ne ge­wis­se Sym­pa­thie für den sta­che­li­gen Strauch, der mir schon ei­ne Men­ge Strie­men zu­ge­fügt hat. Ei­gent­lich woll­te ich ihn weg­ma­chen. Jetzt bleibt er – für die Sing­vö­gel.

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