We­gen Raub­über­falls zwei Jah­re in Haft

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES - VON IN­GRID KRÜ­GER

Nach meh­re­ren Zeu­gen­aus­sa­gen hiel­ten der Staats­an­walt und das Mön­chen­glad­ba­cher Schöf­fen­ge­richt ei­nen 28-jäh­ri­gen An­ge­klag­ten für über­führt. Der Hü­ckel­ho­ve­ner soll am 17. April 2015 ei­nen jun­gen Mann in Mön­chen­glad­bach auf der Land­stra­ße über­fal­len, auf den Bo­den ge­wor­fen und ins Ge­sicht ge­tre­ten ha­ben. Das Op­fer ha­be da­bei ei­ne Schä­del­prel­lung und ei­ne Rip­pen­platz­wun­de er­lit­ten, so heißt es im ärzt­li­chen At­test. Das Op­fer ver­miss­te an­schlie­ßend sein Han­dy und sei­nen Ruck­sack.

Der ein­schlä­gig vor­be­straf­te An- ge­klag­te hat­te die bru­ta­le Tat nicht zu­ge­ge­ben und an­sons­ten den Prozess schwei­gend ver­folgt. Zwei mit dem An­ge­klag­ten be­freun­de­te Frau­en hat­ten ver­sucht, dem 28Jäh­ri­gen ein Ali­bi zu ver­schaf­fen. Doch das war miss­lun­gen.

Nach be­las­ten­den Zeu­gen­aus­sa­gen war der ein­schlä­gig vor­be­straf­te Be­wäh­rungs­ver­sa­ger über­führt. Der 28-Jäh­ri­ge soll da­bei das Op­fer er­nied­rigt, ihm bei dem Raub­über­fall ins Ge­sicht ge­leuch­tet und ein Vi­deo ge­macht ha­ben. Der Mann war da­mals mit ei­nem Freund auf der Land­stra­ße un­ter­wegs, als er Op­fer des Raub­über­falls wur­de. Drei Per­so­nen sei­en ih­nen da­mals ent­ge­gen­ge­kom­men, sag­te er vor Ge­richt aus. Doch sein Be­glei­ter ha­be ihn ent­täuscht und nicht ge­nug un­ter­stützt, so das Op­fer im Ge­richts­saal.

Nach Ver­le­sung des Vor­stra­fen­re­gis­ters des An­ge­klag­ten war klar, dass der 28-Jäh­ri­ge in der Ver­gan­gen­heit be­reits ein paar­mal auf­ge- fal­len war. Am En­de ver­ur­teil­te das Schöf­fen­ge­richt den Hü­ckel­ho­ve­ner we­gen Rau­bes, ge­fähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung und ver­such­ter Nö­ti­gung zu ei­ner Frei­heits­stra­fe von zwei Jah­ren – oh­ne Bewährung. „Zu Guns­ten des An­ge­klag­ten kann das Ge­richt nichts fin­den“, hieß es schließ­lich in der Ur­teils­be­grün­dung des Mön­chen­glad­ba­cher Schöf­fen­ge­richts.

Der An­ge­klag­te ha­be die Ver­hand­lung wort­los ver­folgt. „Das Op­fer wur­de er­nied­rigt und schwer ver­letzt“, so der Vor­sit­zen­de des Schöf­fen­ge­richts. Für den An­ge­klag­ten ge­be es kei­ne po­si­ti­ve So­zi­al­pro­gno­se.

„Das Op­fer wur­de er­nied­rigt und auch schwer ver­letzt “

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.