Fans: Schu­bert kam nie aus Fav­res Schat­ten her­aus

Wir ha­ben vier Bo­rus­si­aFans und Blog­ger ge­fragt, war­um An­dré Schu­bert als Trai­ner bei Bo­rus­sia ge­schei­tert ist.

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES -

Da­vid Büch­ler – Mit­ge­dacht-Block 15 Mo­na­te war An­dré Schu­bert Trai­ner der Bo­rus­sia! 15 Mo­na­te stand er da­bei im Schat­ten von Lu­ci­en Fav­re! Be­son­ders nach der of­fi­zi­el­len Be­stä­ti­gung der Ent­las­sung zeig­te sich, wie sich An­dré Schu­berts Stan­ding von dem sei­nes Vor­gän­gers un­ter­schied. Als Lu­ci­en Fav­re ging, herrsch­te Trau­er – ir­gend­wo zwi­schen Schock­star­re und Fas­sungs­lo­sig­keit. Bei Schu­bert, des­sen Ent­las­sung ob der Kri­se nicht mehr über­rasch­te, ist da­von nichts zu spü­ren. Viel­leicht schei­ter­te Schu­bert auch genau dar­an. Er war der ewi­ge Nach­fol­ger. Die Fans lieb­ten Fav­re, ver­trau­ten ihm blind, ob­wohl sie ihn nicht im­mer ver­stan­den. Die­ses Ver­trau­en wur­de Schu­bert nie ent­ge­gen­ge­bracht. Die Foh­len­elf ist ih­rem Trai­ner und sei­nen Ide­en nicht ge­folgt, son­dern zeig­te sich zu­neh­mend ver­un­si­chert und füh­rungs­los. Im Winter wird zu hin­ter­fra­gen sein, was dies über Cha­rak­ter und Zu­sam­men­set­zung des Ka­ders aus­sagt. Es wä­re ver­hee­rend, die Schuld nur bei ei­ner Per­son zu su­chen. Dass Schu­bert mit sei­ner ver­bis­se­nen Art nicht all­zu sym­pa­thisch rü­ber­kommt, hat ihm bei Fans wie Me­di­en­ver­tre­tern, aber si­cher auch ei­ni­gen Spie­lern und Ver­eins­ver­ant­wort­li­chen, nicht ge­hol­fen und di­ver­se Pro­zes­se zum En­de hin be­schleu­nigt. Der Haupt­grund für sein Schei­tern lag aber da­rin, dass ihm die Ver­mitt­lung sei­ner Ide­en nicht ge­lun­gen ist und er kein aus­rei­chend gu­ter Trai­ner für ei­nen am­bi­tio­nier­ten Bun­des­li­gis­ten ist. Jo­nas Hor­vath – Schwarz­weiß­grün Ir­gend­wann war kein Kon­zept mehr zu er­ken­nen. Wo wa­ren das of­fen­si­ve Pres­sing und die Leich­tig­keit im Kom­bi­na­ti­ons­spiel hin? Die letz­ten Spie­le ha­ben ge­zeigt, dass zwi­schen Mann­schaft und Trai­ner et­was vor­ge­fal­len sein muss. Der Fuß­ball auf dem Platz war nur noch ein ein­zi­ger Krampf. Ei­ne Ent­las­sung von Schu­bert war nur noch ei­ne Fra­ge der Zeit. Den­noch muss mehr auf­ge­ar­bei­tet wer­den, wie Eberl es schon an­ge­deu­tet hat­te. Un­ter an­de­rem sind die Ein­stel­lung der Mann­schaft und die Ka­der­zu­sam­men­stel­lung zu hin­ter­fra­gen. Ak­ti­vi­tä­ten auf dem Trans­fer­markt wur­den schon an­ge­kün­digt. Andre­as Plum – Foh­len haut­nah Ei­ne Wen­de un­ter dem Trai­ner An­dré Schu­bert war nicht mehr ab­zu­se­hen. Da war es lo­gisch, dass die im Fuß­ball gän­gi­gen Mecha­nis­men nun auch in Mön­chen­glad­bach ge­grif­fen ha­ben. Mit Schu­bert ver­ab­schie­det sich so­mit ein Bo­rus­senCoach, dem es von Be­ginn an Kre­dit ge­fehlt hat. Viel­leicht auch des­halb, weil er stets an sei­nem Vor­gän­ger ge­mes­sen wur­de. Ein En­de ist im­mer auch die Chan­ce für ei­nen Neu­an­fang.

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