Jü­chen: Trai­ner­duo hört auf, Krah­win­kel wie­der da

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - VON KURT THEUERZEIT

FUSSBALL Beim Lan­des­li­gis­ten VfL Jü­chen ti­cken die Uh­ren an­ders. Da lie­fert das Trai­ner­team Se­bas­ti­an Muy­res und Phil­ipp Reich­artz ein tol­les Sport­jahr ab und tritt­den­noch kurz vor dem Fest zu­rück. Das wur­de ges­tern Abend der Mann­schaft mit­ge­teilt. Der Nach­fol­ger ist aber be­reits ge­fun­den und den meis­ten Spie­lern be­kannt: Jo­lo Krah­win­kel. Er stieg mit Jü­chen in die Lan­des­li­ga auf und woll­te sich ei­gent­lich zur Ru­he set­zen.

„Es hat uns sehr viel Spaß ge­macht, aber Phil­ipp und ich sind bei­de be­ruf­lich so ge­for­dert, dass wir Ar­beit und Sport im nächs­ten Jahr nicht mehr un­ter ei­nen Hut brin­gen kön­nen. Wir be­dau­ern das sehr, aber die­ser Schritt war auch im Sin­ne des Ver­eins nö­tig. Ich wer­de im nächs­ten Jahr sehr viel un­ter­wegs sein müs­sen und kann si­cher nicht re­gel­mä­ßig auf dem Platz sein“, sagt Muy­res. Ähn­li­ches gilt für Co-Trai­ner Reich­artz, der aber auch als Spie­ler zur Ver­fü­gung steht.

Der Vor­stand mit Chris­toph Som­mer und Wal­ter Muy­res woll­te nicht nur schnell han­deln, son­dern auch ei­nen Nach­fol­ger prä­sen­tie­ren, der so­fort Ak­zep­tanz bei den Spie­lern fin­det. „Er kennt den Ver­ein, hat bei uns lan­ge Jah­re sehr er­folg­reich ge- ar­bei­tet und das Team auch nach sei­nem Rück­tritt im­mer be­glei­tet. Wir freu­en uns, dass er kurz­fris­tig be­reit war, das Trai­ner­amt wie­der zu über­neh­men.“Mit 66 Jah­ren fängt be­kannt­lich das Le­ben rich­tig an und Krah­win­kel, der im Som­mer aus dem Schul­dienst aus­ge­schie­den ist, dürf­te ge­nü­gend Zeit, aber auch Ehr­geiz ha­ben. „Ich freue mich auf die Auf­ga­be und fin­de ein gut be­stell­tes Feld vor. Wir wer­den im Ja­nu­ar mit der Vor­be­rei­tung be­gin­nen und uns be­mü­hen, die zu­letzt gu­te Se­rie fort­zu­set­zen“, sagt er.

Die stimm­te vor al­lem in der Schluss­pha­se der Sai­son. In sie­ben Spie­len wur­den be­acht­li­che 14 Punk­te ge­holt. Da­bei gab es nur ei­ne Nie­der­la­ge. „Aus­ge­rech­net in Nie­ven­heim ver­lo­ren wir 0:5. Das hat mich ge­wurmt“, sagt Muy­res. Da­ne­ben gab es nur zwei wei­te­re un­an­ge­neh­me Aus­rei­ßer, wo­bei Jü­chen in die­sen Fäl­len nicht in Best­be­set­zung an­tre­ten konn­te. In den üb­ri­gen Par­ti­en stand die Ab­wehr und kas­sier­te im Schnitt nur 1,5 To­re.

Krah­win­kel über­nimmt al­so ein Team, das in­zwi­schen an Kon­stanz ge­won­nen hat und den an­ge­streb­ten Klas­sen­er­halt schaf­fen müss­te. Im Mo­ment ist er noch auf der Su­che nach ei­nem Co-Trai­ner. Sein ehe­ma­li­ger Co-Trai­ner Gui­do Ro­el­len steht nicht mehr zur Ver­fü­gung, weil er in­ner­halb des Vor­stands viel­fäl­ti­ge und wich­ti­ge Auf­ga­ben über­nom­men hat. „Wir ha­ben mit je­man­den Kon­takt auf­ge­nom­men, müs­sen aber noch auf sei­ne Rück­mel­dung war­ten“, sagt Krah­win­kel.

FO­TO: TO

Wie nach dem Auf­stieg will Jo­lo Krah­win­kel in Jü­chen wie­der ju­beln.

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