Neue Fu­si­ons­plä­ne von Air Ber­lin und Luft­han­sa

Rheinische Post Moenchengladbach - - VORDERSEITE -

FRANK­FURT/ABUDHABI (rky) Die Plä­ne für ei­ne Zu­sam­men­füh­rung von Air Ber­lin mit dem Luft­han­saAb­le­ger Eu­ro­wings neh­men kon­kre­te­re Form an. Laut „Spie­gel“dis­ku­tiert der Haupt­in­ha­ber von Air Ber­lin, die ara­bi­sche Flug­ge­sell­schaft Eti­had, das knapp 30-pro­zen­ti­ge Pa­ket an Air Ber­lin in Ak­ti­en von Luft­han­sa zu tau­schen. Air Ber­lin wür­de dann Teil von Eu­ro­wings.

Eti­had müss­te vor­her aber bei Air Ber­lin den Schul­den­berg von ei­ner Mil­li­ar­de Eu­ro til­gen, lau­tet der Plan laut „Spie­gel“. Da­mit Eti­had bei Luft­han­sa mit­re­den kann, müss­ten die Ara­ber ei­ni­ge hun­dert Mil­lio­nen Eu­ro für Ak­ti­en drauf­le­gen, um zehn Pro­zent zu er­hal­ten. Für un­se­re Re­dak­ti­on hat das Deut­sche Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR) aus­ge­rech­net, wel­che Markt­macht der Zu­sam­men­schluss in Düs­sel­dorf hät­te: Die Luft­han­sa-Grup­pe wür­de mit der jet­zi­gen Air Ber­lin 60 Pro­zent der Ab­flü­ge kon­trol­lie­ren, nach Mün­chen wä­ren es al­le Ver­bin­dun­gen – das wä­re ein Mo­no­pol.

Auf An­fra­ge er­klär­te der Prä­si­dent des Bun­des­kar­tell­am­tes, Andre­as Mundt, man wer­de ei­ne Fu­si­on ge­nau prü­fen. Noch han­de­le es sich um „un­ge­leg­te Eier“, doch die Mar­sch­rich­tung ste­he fest: „Klar wä­re, dass die EU-Kom­mis­si­on oder wir uns den ge­sam­ten be­trof­fe­nen Markt an­schau­en wür­den und da­bei auch im Blick hät­ten, ob auf be­stimm­ten Stre­cken zu ho­he Markt­macht ent­stün­de.“Leit­ar­ti­kel Wirt­schaft

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