Papst be­klagt „bös­wil­li­ge Wi­der­stän­de“in der Ku­rie

Rheinische Post Moenchengladbach - - VORDERSEITE -

ROM (RP) Papst Fran­zis­kus hat Wi­der­stand ge­gen die Re­form der va­ti­ka­ni­schen Ku­rie kri­ti­siert. Ne­ben nö­ti­ger of­fe­ner Kri­tik an Ve­rän­de­run­gen ge­be es auch „bös­wil­li­ge Wi­der­stän­de“, sag­te er ges­tern beim tra­di­tio­nel­len Weih­nachts­emp­fang für die Ku­rie: „Die­ser Wi­der­stand ver­birgt sich hin­ter recht­fer­ti­gen­den und häu­fig an­kla­gen­den Wor­ten, die sich in Tra­di­tio­nen, Äu­ßer­lich­kei­ten, For­ma­lis­mus und das Ver­trau­te flüch­ten.“

Re­ak­tio­nen auf die Re­for­men sei­en nö­tig und müss­ten be­ach­tet wer­den, be­ton­te der Papst bei der Be­geg­nung mit den Ku­ri­en­chefs in der Sa­la Cle­men­ti­na des Apos­to­li­schen Pa­lasts. De­ren Ur­he­ber müss­ten ge­hört und da­zu er­mu­tigt wer­den, sich zu äu­ßern. Ein Teil von ih­nen ge­he auf gu­ten Wil­len und den Wunsch zum Dia­log zu­rück, an­de­re auf „ver­ängs­tig­te oder ver­stei­ner­te Her­zen“. Ihr Vor­ge­hen ge­he auf die Ten­denz zu­rück, sich zur Ve­rän­de­rung zu be­ken­nen, da­bei je­doch zu wün­schen, dass al­les beim Al­ten blei­be.

Dass es Wi­der­stand ge­gen Fran­zis­kus’ Re­form­wil­len gibt, ist kein Ge­heim­nis. Im Sep­tem­ber hat­ten ihn vier Kar­di­nä­le – dar­un­ter zwei Deut­sche – in ei­nem Brief um die Klä­rung meh­re­rer Pas­sa­gen sei­nes Schrei­bens über Fa­mi­lie und Lie­be, „Amo­ris Lae­ti­tia“, ge­be­ten. Weil Fran­zis­kus ih­nen nicht ant­wor­te­te, mach­ten sie ih­re Kri­tik im No­vem­ber pu­blik. Im Va­ti­kan hat­te der of­fe­ne Brief für Un­mut ge­sorgt. Leit­ar­ti­kel

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