Das lan­ge En­de des Viel­völ­ker­staats

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS -

Zer­fall Das En­de der So­wjet­uni­on war ein mehr­jäh­ri­ger Pro­zess. Er fand sei­nen Ab­schluss mit der Un­ab­hän­gig­keit der 15 so­wje­ti­schen Uni­ons­re­pu­bli­ken zwi­schen dem 11. März 1990 und dem 25. De­zem­ber 1991. Be­ginn In der zwei­ten Hälf­te der 80erJah­re wur­de das En­de der So­wjet­uni­on im­mer deut­li­cher. Mich­ail Gor­bat­schows (Foto) Kon­zep­te von „Glas­nost“(Of­fen­heit) und „Pe­re­s­troi­ka“(Um­ge­stal­tung) wur­den erst­mals wahr­nehm­bar. Öff­nung Ab dem 25. Ok­to­ber 1989 war es den Staa­ten des War­schau­er Pakts erst­mals er­laubt, ih­re in­ne­ren An­ge­le­gen­hei­ten sou­ve­rän zu re­geln. Die­se An­kün­di­gung Gor­bat­schows wur­de spä­ter „Si­na­tra-Dok­trin“ge­nannt, in An­leh­nung an das Lied „I did it my way“von Frank Si­na­tra. En­de­derUdSSR Am 19. Au­gust 1991, ei­nen Tag be­vor nach lan­gen Ver­hand­lun­gen ein neu­er Uni­ons­ver­trag un­ter­schrie­ben wer­den soll­te, der den So­wjet­re­pu­bli­ken ih­re Un­ab­hän­gig­keit ga­ran­tiert hät­te, putsch­ten Re­vo­lu­tio­nä­re un­ter Füh­rung des Vi­ze­prä­si­den­ten Ja­na­jew in Mos­kau – oh­ne Er­folg. Da­nach zer­fiel die So­wjet­uni­on end­gül­tig, am 25. De­zem­ber 1991 trat Gor-bat­schow zu­rück, Bo­ris Jel­zin wur­de zum neu­en star­ken Mann.

FOTO: PUBLICAD

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