UN wol­len Kriegs­ver­bre­chen in Sy­ri­en vor Ge­richt brin­gen

Rheinische Post Moenchengladbach - - POLITIK -

NEW YORK/ALEP­PO (RP) Die UNVoll­ver­samm­lung hat die Er­rich­tung ei­ner Do­ku­men­ta­ti­ons­stel­le für Kriegs­ver­bre­chen in Sy­ri­en be­schlos­sen. Der Be­schluss wur­de ge­fasst, nach­dem ähn­li­che Plä­ne im UN-Si­cher­heits­rat am Ve­to Russ­lands ge­schei­tert wa­ren. Die Re­so­lu­ti­on wur­de mit 105 von 193 Stim­men ver­ab­schie­det. Deutsch­land stimm­te zu, da­ge­gen wa­ren un­ter an­de­rem der Iran, Russ­land und Chi­na. Der Be­schluss sieht vor, dass ein un­ab­hän­gi­ges Gre­mi­um zü­gig ein­ge­rich­tet wird, um mög­li­che Rechts­ver­let­zun­gen fest­zu­hal­ten.

Die Do­ku­men­ta­ti­ons­stel­le soll auch Be­wei­se für mög­li­che Straf­pro­zes­se sam­meln. Ih­re Ex­per­ten sol­len eng mit der be­reits be­ste­hen­den In­ter­na­tio­na­len Un­ter­su­chungs­kom­mis­si­on des UN-Men- schen­rechts­ra­tes für Sy­ri­en zu­sam­men­ar­bei­ten. Nach de­ren Er­mitt­lun­gen ha­ben al­le Kon­flikt­par­tei­en in dem 2011 be­gon­ne­nen Kon­flikt schwe­re Ver­bre­chen ver­übt. Die meis­ten Ta­ten wer­den Ein­hei­ten des Macht­ha­bers Ba­schar al As­sad zur Last ge­legt.

Un­ter­des­sen er­reich­te die Eva­ku­ie­rung der eins­ti­gen Re­bel­len­hoch­burg Ost-Alep­po nach An­ga­ben des Ro­ten Kreu­zes ges­tern ih­re End­pha­se. Rund 34.000 Men­schen sei­en aus den zer­stör­ten Stadt­vier­teln ge­bracht wor­den, teil­te das In­ter­na­tio­na­le Ko­mi­tee vom Ro­ten Kreuz mit. Dar­un­ter sei­en 4000 Re­bel­len ge­we­sen. Zu­letzt war­te­ten den An­ga­ben zu­fol­ge aber noch Tau­sen­de Men­schen dar­auf, die Rui­nen­stadt zu ver­las­sen. Schnee­fall be­hin­der­te die Ab­fahrt der Bus­se.

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