Te­le­kom-Pro­zess lan­det er­neut vor Bun­des­ge­richts­hof

Rheinische Post Moenchengladbach - - WIRTSCHAFT -

FRANK­FURT (dpa) Der An­le­ger­schutz­pro­zess ge­gen die Deut­sche Te­le­kom muss wie er­war­tet ein zwei­tes Mal vor dem Bun­des­ge­richts­hof in Karls­ru­he ver­han­delt wer­den. Klä­ger­an­walt Andre­as Tilp hat nach ei­ge­nen An­ga­ben Rechts­be­schwer­de ge­gen den am 30. No­vem­ber 2016 er­gan­ge­nen Mus­ter­ent­scheid des Ober­lan­des­ge­richts Frank­furt ein­ge­legt. Auch die Te­le­kom hat nach An­ga­ben ei­nes Spre­chers die recht­li­che Über­prü­fung der Ent­schei­dung ver­langt. Die Frank­fur­ter Rich­ter hat­ten an­hand ei­ner Mus­ter­kla­ge zwar grund­sätz­lich ent­schie­den, dass die Te­le­kom für schwer­wie­gen­de Feh­ler im Ver­kaufs­pro­spekt zum so ge­nann­ten drit­ten Bör­sen­gang im Jahr 2000 ver­ant­wort­lich ist. Al­ler­dings las­se sich nur im in­di­vi­du­el­len Ein­zel­fall klä­ren, ob die je­wei­li­gen An­le­ger den Pro­spekt über­haupt als Grund­la­ge für ih­re Kauf­ent­schei­dung be­nutzt ha­ben. Hin­ter dem Mus­ter­ver­fah­ren ste­hen rund 16.000 kla­gen­de Klein­ak­tio­nä­re, die Scha­den­er­satz für ih­re er­lit­te­nen Kurs­ver­lus­te in Hö­he von rund 80 Mil­lio­nen Eu­ro ver­lan­gen.

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