Was bis zum Jah­res­en­de zu er­le­di­gen ist

Mit dem 31. De­zem­ber en­den wich­ti­ge Fris­ten und Chan­cen, Geld zu spa­ren. Das Wich­tigs­te zum Jah­res­wech­sel.

Rheinische Post Moenchengladbach - - WIRTSCHAFT - VON LI­SA KREUZMANN

DÜS­SEL­DORF Zu­ge­ge­ben, zwi­schen Weih­nach­ten und Sil­ves­ter hat man An­ge­neh­me­res zu tun, als sich mit läs­ti­ger Buch­hal­tung oder der Pla­nung für das nächs­te Jahr zu be­schäf­ti­gen. Wer sich trotz­dem die Zeit nimmt, kann je­doch pro­fi­tie­ren. Was Sie zum Jah­res­en­de noch er­le­di­gen soll­ten: Für Im­mo­bi­li­en-Be­sit­zer Wer für das Jahr 2012 noch ei­ne Ar­beit­neh­mer-Spar­zu­la­ge, et­wa per Bau­spar­ver­trag, be­an­tra­gen möch­te, soll­te das schnellst­mög­lich tun. Auch die Woh­nungs­bau­prä­mie für 2014 kann nur noch bis zum 31. De­zem­ber be­an­tragt wer­den. Für Ries­ter-Rent­ner Auch der An­trag auf die Ries­ter-Zu­la­ge für 2014 kann nur noch bis zum Jah­res­wech­sel ge­stellt wer­den. Wer ei­nen Ries­ter-Ver­trag ab­ge­schlos­sen hat, soll­te nach ei­ner Ge­halts­er­hö­hung oder ei­nem Job­wech­sel au­ßer­dem prü­fen, ob noch im­mer min­des­tens vier Pro­zent des Brut­to-Ge­halts des Vor­jah­res als Bei­trag ein­ge­zahlt wer­den. Denn nur dann gilt der An­spruch auf die vol­le Al­ters­vor­sor­ge­zu­la­ge. Wer we­ni­ger zahlt, kann das jetzt noch kor­ri­gie­ren. Für Steu­er-Spa­rer Bei der Steu­er­er­klä­rung soll­te man be­ach­ten, dass be­ruf­lich ver­ur­sach­te Kos­ten als Wer­bungs­kos­ten gel­tend ge­macht wer­den, zum Bei­spiel be­ruf­lich ge­nutz­te Han­dys oder lan­ge Ar­beits­we­ge. Das kann be­son- ders zum Jah­res­en­de in­ter­es­sant wer­den. Bis zu 1000 Eu­ro kön­nen pau­schal ab­ge­rech­net wer­den – Aus­ga­ben, die dar­über lie­gen, ma­chen sich in der Steu­er­er­klä­rung rich­tig be­zahlt. Wer ab­se­hen kann, dass er 2017 nicht über dem Pau­schal­be­trag lie­gen wird, soll­te über­le­gen, oh­ne­hin ge­plan­te Aus­ga­ben in die­ses Jahr vor­zu­zie­hen, um die Wer­bungs­kos­ten noch mal in die Hö­he zu schrau­ben. So­mit wä­re jetzt der bes­te Zeit­punkt, um ein neu­es Han­dy oder ei­nen neu­en Com­pu­ter an­zu­schaf­fen. Zum Jah­res­en­de soll­te au­ßer­dem die Steu­er­klas­se über­prüft wer­den. Für Ge­ring-Ver­die­ner Auf die Steu­er­rück­er­stat­tung muss man nicht war­ten: Wer et­wa mehr als 1000 Eu­ro im Jahr für die Aus­bil­dung auf­wen­det, er­höh­te Aus­ga­ben für die Kin­der­be­treu­ung hat, oder ei­ne teu­re Ope­ra­ti­on an­steht, soll­te ei­nen An­trag auf Lohn­steu­er­er­mä­ßi­gung stel­len. So zahlt man wäh­rend des Jah­res we­ni­ger Lohn­steu­ern und hat mo­nat­lich ei­nen hö­he­ren Net­to­lohn zur Ver­fü­gung. Für An­le­ger und Ver­si­cher­te Wer Geld an­ge­legt hat, soll­te bis zum Jah­res­en­de sei­ne Frei­stel­lungs­auf­trä­ge über­prü­fen. 25 Pro­zent der Ka­pi­tal­er­trä­ge wer­den als Ab­gel­tungs­teu­er an die Bank ab­ge­führt. Um das zu ver­hin­dern, soll­te ein Frei­stel­lungs­auf­trag ein­ge­rich­tet wer­den. Auch wenn ei­ne Di­vi­den­de hö­her aus­fal­len wird oder mehr an­ge­spart wird, als ge­plant, lohnt ein sol­cher Auf­trag.

Neu­kun­den klas­si­scher Le­bens­ver­si­che­run­gen müs­sen sich au­ßer­dem vom kom­men­den Jahr an auf ei­nen wei­te­ren Rück­gang der ga­ran­tier­ten Ver­zin­sung ein­stel­len. Der so­ge­nann­te Ga­ran­tie­zins sinkt zum 1. Ja­nu­ar 2017 für neu­ab­ge­schlos­se­ne Ver­trä­ge auf 0,9 Pro­zent – von ak­tu­ell noch 1,25 Pro­zent. Für Ver­mie­ter In NRW müs­sen be­reits zum 1. Ja­nu­ar 2017 auch in äl­te­ren Ge­bäu­den Rauch­mel­der in­stal­liert sein – in Schlaf­räu­men, Kin­der­zim­mern und Flu­ren. In der Re­gel ist da­zu der Haus­ei­gen­tü­mer ver­pflich­tet. Mit Be­ginn des neu­en Jah­res en­det die vom Land ein­ge­räum­te Über­gangs­frist, in der Ge­bäu­de mit Rauch­mel­dern hät­ten nach­ge­rüs­tet wer­den müs­sen. Wer das noch nicht ge­tan hat, soll­te das al­so schleu­nigst tun. Für El­tern Für El­tern und wer­den­de El­tern kann es sich loh­nen, die Steu­er­klas­se zu wech­seln. Der Part­ner, der El­tern­geld be­an­tragt, soll­te in die Steu­er­klas­se III wech­seln, um sein Net­to­ge­halt zu stei­gern, und so mehr El­tern­geld zu kas­sie­ren. Für Spen­der Gera­de in die­sem Jahr ha­ben vie­le Deut­sche Geld ge­spen­det, um Flücht­lin­ge zu un­ter­stüt­zen. Bis zu 20 Pro­zent der Spen­den­gel­der kön­nen steu­er­lich gel­tend ge­macht wer­den. Zum Jah­res­en­de soll­ten al­le Spen­den­quit­tun­gen und Kon­to­be­le­ge schon ein­mal ge­sam­melt wer­den.

GRA­FIK: ZÖRNER

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