Ga­b­ri­el will Fir­men um 3,9 Mil­li­ar­den Eu­ro ent­las­ten

Rheinische Post Moenchengladbach - - WIRTSCHAFT -

BER­LIN (jd/mar) Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Sig­mar Ga­b­ri­el (SPD) plant, Un­ter­neh­men bei Bü­ro­kra­tie­kos­ten deut­lich zu ent­las­ten. „Mit der Re­form der Un­ter­schwel­len­ver­ga­be wer­den wir die Un­ter­neh­men schon zu Be­ginn des kom­men­den Jah­res um wei­te­re rund 3,9 Mil­li­ar­den Eu­ro ent­las­ten“, sag­te Ga­b­ri­el un­se­rer Re­dak­ti­on. Da­für sol­len die Ver­ga­be­re­geln für öf­fent­li­che Auf­trä­ge re­for­miert wer­den, die un­ter­halb des EU-Schwel­len­wer­tes von zu­meist 209.000 Eu­ro lie­gen.

Ein­spa­run­gen sol­len dem­nach vor al­lem durch die Di­gi­ta­li­sie­rung der Auf­trags­ver­ga­ben er­reicht wer­den. So sol­len Auf­trä­ge künf­tig im­mer im In­ter­net be­kannt­ge­macht und die Ver­ga­be­un­ter­la­gen den Fir­men kos­ten­frei und di­rekt ab­ruf­bar über das In­ter­net zur Ver­fü­gung ge- stellt wer­den. Bis En­de 2019 sol­len die Bie­ter-An­ge­bo­te grund­sätz­lich nur noch elek­tro­nisch ein­ge­reicht wer­den. Aus­nah­men sind le­dig­lich für klei­ne­re Ver­ga­ben ge­plant, an­sons­ten soll die bis­he­ri­ge, pa­pier­ge­bun­de­ne Vor­ge­hens­wei­se na­he­zu voll­stän­dig ent­fal­len, hieß es im Wirt­schafts­res­sort. Das Mi­nis­te­ri­um schätzt, dass da­durch auch die Ver­wal­tung um rund 1,8 Mil­li­ar­den Eu­ro ent­las­tet wird. Ge­plant ist, dass die Re­form im Früh­jahr 2017 in Kraft tre­ten wird.

Ga­b­ri­el be­ton­te, dass er die bis­he­ri­ge Politik der Bun­des­re­gie­rung da­mit fort­set­zen wol­le. Die erst­mals ein­ge­führ­te „one-in-one-out“-Re­gel sei be­reits ei­ne wirk­sa­me Bü­ro­kra­tie­brem­se: Neu­er Er­fül­lungs­auf­wand nur, wenn al­ter in glei­chem Ma­ße ab­ge­baut wird.

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