So kom­men Scho­ko-Fans über die Fei­er­ta­ge

Stu­die­ren­de der Hoch­schu­le Nie­der­rhein ha­ben Wis­sens­wer­tes über ein sü­ßes The­ma ge­sam­melt.

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES - VON LI­SA SCHMITZ

Pünkt­lich zu den Fest­ta­gen ha­ben Stu­die­ren­de des Fach­be­reichs Oe­co­tro­pho­lo­gie der Hoch­schu­le Nie­der­rhein Wis­sens­wer­tes rund um das The­ma Scho­ko­la­de zu­sam­men­ge­tra­gen. Ja­ni­ne Löw, Na­di­ne Iser und Den­nis Fran­ke sind ei­ni­gen Fra­gen zu der be­lieb­ten Sü­ßig­keit nach­ge­gan­gen. Was ist drin? „Voll­milch­scho­ko­la­de be­steht ei­gent­lich nur aus Ka­kao­mas­se, Ka­kao­but­ter, Milch­pul­ver und Zu­cker“, er­klärt Na­di­ne Iser. Auf dem Eti­kett ste­hen ne­ben Zu­ta­ten für den Ge­schmack häu­fig wei­te­re Zu­ta­ten. „Die­se sind un­ter an­de­rem da­zu da, die auf­wen­di­ge Her­stel­lung von Scho­ko­la­de zu be­schleu­ni­gen. Nor­ma­ler­wei­se wird Scho­ko­la­de drei bis vier Ta­ge ge­walzt, weil sich die Zu­ta­ten schwer mit­ein­an­der ver­bin­den. Dies ge­schieht in der so­ge­nann­ten Con­chier­ma­schi­ne, die die Mas­se bis zu ih­rem op­ti­ma­len Schmelz be­ar­bei­tet. Hilfs­stof­fe kön­nen die­sen Ver­bin­dungs­vor­gang be­schleu­ni­gen.“Ist wei­ße Scho­ko­la­de auch ech­te Scho­ko­la­de? Ja, auch wenn in wei­ßer Scho­ko­la­de kei­ne Ka­kao­mas­se ent­hal­ten ist. Da­mit wei­ße Scho­ko­la­de auch als Scho­ko­la­de be­zeich­net wer­den darf, müs­sen min­des­tens 20 Pro­zent Ka­kao­but­ter ent­hal­ten sein. „Dunk­le Scho­ko­la­de ent­hält Ka­kao­mas­se und die­se hat ih­re dunk­le Far­be, weil Tei­le der Scha­le der Ka­kao­boh­ne ent­hal­ten sind. In wei­ßer Scho­ko­la­de ist nur Ka­kao­but­ter ent­hal­ten, wel­che aus dem In­ne­ren der Ka­kao­boh­ne ge­won­nen wird“, sagt Ja­ni­ne Löw. Müs­sen wir uns vor Mi­ne­ral­öl­rück­stän­den in Ad­vents­ka­len­der­scho­ko- la­de fürch­ten? „Ei­ne mög­li­che Qu­el­le für Rück­stän­de in Scho­ko­la­den­pro­ben kön­nen die ver­schie­de­nen Ver­pa­ckun­gen sein, in de­nen die Roh­stof­fe trans­por­tiert wer­den“, er­klärt Den­nis Fran­ke. Et­wa ver­un­rei­nig­te Sä­cke oder al­te Zei­tun­gen, in de­nen Ka­kao­boh­nen ein­ge­schla­gen wer­den. In der Dru­cker­schwär­ze fin­det sich Mi­ne­ral­öl, wel­ches sich auf die Boh­nen über­tra­gen kann. Ist dunk­le Scho­ko­la­de ge­sün­der als an­de­re Sor­ten? „In Bit­ter­scho­ko­la­de ist ein hö­he­rer An­teil an Fla- vo­no­iden ent­hal­ten als in Milch­scho­ko­la­de“, er­klärt Na­di­ne Iser. „Fla­vo­no­ide sind ei­ne Grup­pe von se­kun­dä­ren Pflan­zen­stof­fen die sehr bit­ter schme­cken, aber vie­le gute Ei­gen­schaf­ten ha­ben. Fla­vo­no­ide kön­nen wahr­schein­lich Blut­ge­fä­ße stär­ken und sich güns­tig auf Herz und Kreis­lauf aus­wir­ken.“In­ter­es­san­tes­ter Ver­tre­ter der Fla­vo­no­ide ist Epi­ka­te­chin. Wie Epi­ka­te­chin in den Blut­ge­fäß­wän­den wirkt, ob der Blut­druck be­ein­flusst wird, und wie viel von die­sem se­kun­dä­ren Pflan­zen­stoff aus Ka­kao be­nö­tigt wird, ist ein For­schungs­schwer­punkt am Fach­be­reich Oe­co­tro­pho­lo­gie der Hoch­schu­le. Macht Scho­ko­la­de glück­lich? „Es ist ein Stoff in Scho­ko­la­de, der mit­hilft, Se­ro­to­nin zu bil­den. Da­bei han­delt es sich um Tryp­to­phan. Das ist ei­ne es­sen­ti­el­le Ami­no­säu­re, die im Kör­per zur Se­ro­to­nin­bil­dung dient. Se­ro­to­nin wie­der­um ist wich­tig als Neu­ro­trans­mit­ter und un­ter­stützt po­si­ti­ve Stim­mung. Ob Scho­ko­la­de we­gen Tryp­to­phan glück­lich macht oder eher weil Scho­ko­la­de mit Be­loh­nung oder ei­ner schö­nen Er­in­ne­rung ver­knüpft wird, bleibt zu prü­fen“, sagt Den­nis Fran­ke.

FOTO: HOCH­SCHU­LE

Sie klä­ren Scho­ko-Fans auf (v.l.): Den­nis Fran­ke, Ja­ni­ne Löw und Na­di­ne Iser von der Hoch­schu­le Nie­der­rhein

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