Mit Te­am­geist und Kuc aus der Kri­se

Vor ei­nem Jah­re war Oden­kir­chen am Bo­den. Der Klub hat sich be­rap­pelt, weil viel rich­tig ge­macht wur­de.

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - VON KURT THEUERZEIT

FUSSBALL Im Vor­jahr gab um die­se Zeit kaum ei­ner ei­nen Pfif­fer­ling für den Lan­des­li­gis­ten Oden­kir­chen 05/07. Der Vor­sit­zen­de der Fuß­ball­ab­tei­lung war eben­so ab­han­den ge­kom­men wie ei­ni­ge na­ment­lich hoch­ka­rä­ti­ge Spie­ler. Die Mann­schaft stand am Ta­bel­len­ab­grund, Trai­ner Ke­mal Kuc spra­chen vie­le ihr Be­dau­ern über sei­ne wohl aus­sichts­lo­se Auf­ga­be aus. Schließ­lich wa­ren sich Ver­ein und Her­stel­ler­fir­ma der neu­en Platz­an­la­ge we­gen der Kos­ten noch un­eins. Vor­sit­zen­der Mat­thi­as Pre­ckel

„Al­le die­se Fra­gen sind heu­te ge­klärt, und zwar so, dass der Ver­ein da­mit bes­tens le­ben kann. Die da­ma­li­ge Si­tua­ti­on hat da­zu ge­führt, dass wir al­le en­ger zu­sam­men­ge­rückt sind und wir nun in al­len Be­rei­chen wie­der sehr zuf­rie­den sein kön­nen. Mit der Her­stel­ler­fir­ma be­ste­hen Ab­spra­chen über Män­gel­be­sei­ti­gung und Rest­zah­lun­gen. Das wird al­les im Früh­jahr er­le­digt sein“, sagt Vor­sit­zen­der Mat­thi­as Pre­ckel. Er hat an der Ent­wick­lung we­sent­li­chen An­teil, weil er zum rich­ti­gen Zeit­punkt die rich­ti­gen Men­schen ge­fun­den hat, um die ein­zel­nen Bau­stel­len ef­fek­tiv zu be­ar­bei­ten.

Ma­thi­as Ko­mor als Sport­li­cher Lei­ter muss­te oh­ne das gro­ße Geld aus­kom­men, das bei 05/07 vie­le Jah­re lei­tend war. Er such­te und fand jun­ge Spie­ler, die kaum be­kannt wa­ren oder, war­um auch im- mer, in un­ter­klas­si­gen Klubs spiel­ten. Kon­stan­ti­ne Ja­ma­rish­vili, Tun­cay Öz­de­mir und Da­mir Ha­mi­do­vic sind nur ei­ni­ge Ak­teu­re, die in­zwi­schen ab­so­lu­tes Lan­des­li­ga-Ni­veau ha­ben. Da­zu be­ka­men Max Of­fer­mann und As­sin Göksu von den AJu­nio­ren ih­re Chan­ce und nutz­ten sie. „Das Fin­den sol­cher Spie­ler ist das ei­ne, sie für die Lan­des­li­ga fit ma­chen das an­de­re“, sagt Ko­mor.

Für die sport­li­che Ent­wick­lung war dann Trai­ner Kuc ei­ne Zu­fall­s­ent­de­ckung, die mit viel Ge­duld nicht nur ein­zel­ne Spie­ler wei­ter ent­wi­ckel­te, son­dern auch der Mann­schaft ein völ­lig neu­es sport­li­ches Ge­mein­schafts­ge­fühl ver­mit­tel­te. Das Team war mehr als die Sum­me von elf Stars und ret­te­te mit dem nö­ti­gen Glück die Li­ga und kann auch bis­her auf ei­nen ge­lun­ge­nen Sai­son­ver­lauf zu­rück­bli­cken. „Wir ha­ben ei­nen gu­ten Ab­stand zu den Ab­stiegs­plät­zen, aber wir sind noch nicht durch. Die zehn Punk­te, die wir zu­letzt im Schluss­spurt ge­holt ha­ben, sind nur ein klei­nes Pols­ter. Wir dür­fen aber nach der Win­ter­pau­se nicht nach­las­sen und die­ses Pols­ter leicht­fer­tig ver­spie­len“, mahnt Kuc.

Der Kon­kur­renz­kampf im Ka­der dürf­te je­den­falls grö­ßer wer­den. Die Lang­zeit­ver­letz­ten Nick Ste­fes und Dra­gan Kal­kar wer­den wie­der da­bei sein und si­cher mit Leis­tung dar­auf drän­gen, in die Start­elf zu kom­men. Da­zu kom­men mit Vi­sar Hak­laj und Le­on Lind­mül­ler zwei Mit­tel­feld­spie­ler, die sich nicht nur auf die Bank set­zen wol­len.

Im Oden­kir­che­ner Ver­eins­heim ist im Ja­nu­ar für ei­nen stim­mungs­vol­len „Hüt­ten­zau­ber“ei­ne gute Ba­sis ge­schaf­fen, auf der dann viel­leicht auch noch ein Fuß­ball­zau­ber fol­gen wird.

„Die da­ma­li­ge Si­tua­ti­on hat da­zu ge­führt, dass wir al­le en­ger zu­sam­men­ge­rückt sind“

FOTO: DIE­TER WIECHMANN

Da­mir Ha­mi­do­vic (in Weiß) ge­hört zu den Leis­tungs­trä­gern im Oden­kir­che­ner Team.

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