Gren­zen­lo­ser Ter­ror

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS - VON MAR­TIN KESS­LER

Die Ber­li­ner wur­den über­all ge­lobt we­gen ih­rer be­son­ne­nen Re­ak­ti­on nach dem ver­hee­ren­den Ter­ror­an­schlag auf den Weih­nachts­markt an der Ge­dächt­nis­kir­che. Das Ver­hal­ten der Men­schen ver­dient Re­spekt. Aber eben­so ist es nö­tig, dem is­la­mis­ti­schen Ter­ror mit al­len rechts­staat­li­chen Mit­teln die Stirn zu bie­ten. Es ist die vor­nehms­te Auf­ga­be des Staa­tes, sei­ne Bür­ger zu schüt­zen.

Ein wir­kungs­vol­les Mit­tel ist es, den Be­we­gungs­spiel­raum der Ter­ro­ris­ten zu ver­en­gen. Wenn ein At­ten­tä­ter wie der Tu­ne­si­er Anis Am­ri mehr­fach die Gren­ze wech­seln kann, oh­ne auf­zu­fal­len, läuft et­was schief. Das Schen­ge­ner Ab­kom­men, das nie­mand auf­kün­di­gen will, sieht bei Be­dro­hungs­la­gen aus­drück­lich vor, Grenz­kon­trol­len vor­zu­neh­men. War­um war das jetzt nicht stär­ker der Fall?

Lan­des- und Bun­des­po­li­zei müs­sen sich die­ser neu­en Auf­ga­be stel­len. Ei­ne be­wach­te Gren­ze hilft bei der Fahn­dung nach ge­fähr­li­chen Ter­ro­ris­ten. Die Zei­ten sind un­ge­müt­lich. Aber staat­li­che Ent­schlos­sen­heit er­for­dert auch, dass wir zeit­wei­se auf die ei­ne oder an­de­re An­nehm­lich­keit ver­zich­ten. BE­RICHT

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