Weih­nachts­got­tes­diens­te oh­ne star­ken Po­li­zei­schutz

Rheinische Post Moenchengladbach - - NORDRHEIN-WESTFALEN -

DÜS­SEL­DORF (emy) Nach dem An­schlag auf ei­nen Ber­li­ner Weih­nachts­markt ha­ben die Bi­stü­mer und Kir­chen in Nord­rhein-West­fa­len für die Weih­nachts­got­tes­diens­te der­zeit kei­ne schär­fe­ren Si­cher­heits­maß­nah­men ge­plant. „Wir sind wach­sam, aber un­auf­ge­regt“, sagt et­wa der Spre­cher der Evan­ge­li­schen Kir­che im Rhein­land.

Seit dem Som­mer ste­he die Lan­des­kir­che mit Sitz in Düs­sel­dorf mit der Po­li­zei in Kon­takt. „Es ist ei­ne abs­trak­te, ho­he Ge­fähr­dungs­la­ge, und man muss dar­auf vor­be­rei­tet sein, dass et­was pas­sie­ren könn­te“, sagt der Spre­cher. Dar­um ge­be es Über­le­gun­gen zum Schutz der Kir­chen­be­su­cher. Wel­che, woll­te er nicht sa­gen. Doch für die Men­schen sol­le sich sicht­bar nichts än­dern. So sei­en et­wa kei­ne Ta­schen­kon­trol­len ge­plant.

Das Bis­tum Es­sen sieht nach An­ga­ben ei­nes Spre­chers kei­ne Not­wen- dig­keit, für die Weih­nachts­got­tes­diens­te et­was zu än­dern. „Wir ver­trau­en auf die Po­li­zei“, sagt er. Am Dom in der In­nen­stadt sei für An­lie­gen der Be­su­cher ein Prä­sens­dienst ein­ge­rich­tet. Ein­lass­kon­trol­len soll es im Ruhr­bis­tum nicht ge­ben. „Die Kir­chen sind Or­te, die den Men­schen Si­cher­heit und Halt ver­mit­teln sol­len“, sagt der Spre­cher.

Im Aa­che­ner Dom wer­den be­reits seit dem Ter­ror­an­schlag auf ei­ne fran­zö­si­sche Kir­che im Ju­li Ruck­sä­cke kon­trol­liert, sagt der Spre­cher des Dom­ka­pi­tels. Wäh­rend der Öff­nungs­zeit der Ka­the­dra­le stün­den zwei Auf­sich­ten be­reit. Zu den Weih­nachts­got­tes­diens­ten wür­den zu­sätz­li­che eh­ren­amt­li­che Ord­nungs­kräf­te ein­ge­setzt. Im No­vem­ber hät­ten die Auf­sicht füh­ren­den Dom­schwei­zer von der Po­li­zei ei­ne be­son­de­re Schu­lung im Um­gang mit kri­ti­schen Si­tua­tio­nen er­hal­ten. Auch der Rats­vor­sit- zen­de der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­land, Hein­rich Bed­for­dS­trohm, rech­net nicht mit star­kem Po­li­zei­schutz für Weih­nachts­got­tes­diens­te. „Ich glau­be auch, dass man in Deutsch­land so vie­le Men­schen­an­samm­lun­gen hat, dass es gar nicht mög­lich wä­re, auf die­sem We­ge Si­cher­heit zu er­zeu­gen“, sagt er.

In Köln al­ler­dings hat die Po­li­zei an­ge­kün­digt, den Dom an Weih­nach­ten zu­sätz­lich schüt­zen zu wol­len.

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