Kin­der­zim­mer von TV-Mo­de­ra­tor Jörg Boecker

Rheinische Post Moenchengladbach - - LOKALES - Fo­to: mdr GA­BI PE­TERS

Sein al­tes Kin­der­zim­mer in Mön­chen­glad­bach hat der Fern­seh­jour­na­list schon vor über 20 Jah­ren ver­las­sen. Den­noch kann sich Jörg Boecker noch gut dar­an er­in­nern – auch oh­ne die Fo­tos, die er als Ju­gend­li­cher von dem Raum aus al­len mög­li­chen Rich­tun­gen schoss, weil er da­mals den Film voll be­kom­men woll­te. In sei­nem Kin­der­zim­mer wach­te der klei­ne Jörg am 1. Weihnachtstag stets mit all sei­nen neu­en Ge­schen­ken auf. „Ich ha­be sie als Kind mit ins Bett ge­nom­men, um am nächs­ten Mor­gen so­fort nach dem Wach­wer­den da­mit wei­ter­spie­len zu kön­nen“, er­zählt der Fern­seh­mann, der un­ter an­de­rem das ARDWirt­schafts­ma­ga­zin Plus­mi­nus mo­de­riert und neu­er­dings auch für den Nach­rich­ten­ka­nal n-tv ver­pflich­tet wur­de. „Weih­nachts­ri­tua­le gab es in der Kind­heit auch bei uns“, sagt Jörg Boecker und be­rich­tet: „Ab dem 23. De­zem­ber war die Wohn­zim­mer­tür ver­schlos­sen und die Schei­be blick­dicht ver­hängt. Am 24. De­zem­ber war ich über vie­le Jah­re bei mei­ner Groß­tan­te und durf­te vie­le Weih­nachts­fil­me se­hen, da­mit das Christ­kind zu Hau­se un­ge­stört al­les für den Hei­li­gen Abend vor­be­rei­ten konn­te. Am frü­hen Abend klin­gel­te dann plötz­lich ein Glöck­chen. Das hieß: Be­sche­rung!!! Da­nach gab es im­mer ein fest­li­ches Es­sen, be­vor wir in die St.-An­na-Kir­che zum Got­tes­dienst ge­gan­gen sind. Spät abends bin ich mit mei­nen neu­en Spiel­sa­chen im Bett ein­ge­schla­fen. Das ging über Jah­re so.“

Mit 21 Jah­ren zog Boecker von zu Hau­se aus, um in den Nie­der­lan­den zu stu­die­ren. „Die ers­ten zwei oder drei Jah­re ha­be ich mein Kin­der­zim­mer noch be­hal­ten, be­vor mein Bru­der es er­obert und be­setzt hat. Es war halt das größ­te Kin­der­zim­mer, das wir drei Ge­schwis­ter da­mals hat­ten. Mit an­de­ren Wor­ten: Als ich 24 Jah­re alt war, war Schluss mit Kin­der­zim­mer.“

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