Min­des­tens elf To­te bei At­ten­ta­ten auf jü­di­sche Pries­ter

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - VON BE­NE­DIKT LIN­KE

JE­RU­SA­LEM Bei An­grif­fen ge­gen Ver­tre­ter des pries­ter­li­chen Adels sind ges­tern elf Men­schen ums Le­ben ge­kom­men. Am hell­lich­ten Tag zo­gen meh­re­re Per­so­nen Dol­che und at­ta­ckier­ten Tem­pel­pries­ter. Vie­le Au­gen­zeu­gen ge­rie­ten in Pa­nik. Die At­ten­tä­ter tauch­ten im Cha­os un­ter. Ge­naue An­ga­ben zur An­zahl der To­ten woll­te der Ho­he Rat, der für die Si­che­rung des Tem­pelare­als zu­stän­dig ist, zu­nächst nicht ma­chen. Ge­gen Abend mel­de­te er dann elf Op­fer. Be­ob­ach­ter spre­chen von vie­len wei­te­ren Ver­letz­ten.

Die At­ten­ta­te mar­kie­ren ei­ne neue Es­ka­la­ti­ons­stu­fe des Kon­flikts. Die Ex­tre­mis­ten rich­ten ih­ren Zorn jetzt auch ge­gen fried­lie­ben­de, ge­set­zes­treue Ju­den, die sich der neu­en Ord­nung fü­gen. Die so­ge­nann­ten Sad­du­zäer, die vor­nehm­lich der Ober­schicht und dem Pries­tera­del an­ge­hö­ren, ha­ben sich dies­be­züg­lich be­son­ders her­vor­ge­tan. Pries­ter des Tem­pels in Je­ru­sa­lem ha­ben da­zu auf­ge­ru­fen, dem Wahn­sinn der Ex­tre­mis­ten nicht zu fol­gen.

Den­noch dürf­te die Re­gi­on, die erst vor ei­ni­gen Jahr­zehn­ten un­ter in­di­rek­te rö­mi­sche Kon­trol­le ge­ra­ten ist, ein Un­ru­he­herd blei­ben. Schließ­lich hat be­reits die harm­lo­se An­brin­gung ei­nes rö­mi­schen Ad­lers an ei­nem Tor zu Auf­stän­den ge­führt, weil ter­ro­ris­ti­sche Grup­pen da­rin ei­nen Ver­stoß ge­gen das jü­di­sche Bil­der­ver­bot sa­hen. Soll­te, wie jetzt dis­ku­tiert wird, Iu­daea zu ei­ner rö­mi­schen Pro­vinz wer­den, ist da­mit zu rech­nen, dass die Ein­woh­ner im gro­ßen Um­fang die Zah­lung von Steu­ern ver­wei­gern wer­den.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.