Renn­tag im Cir­cus Ma­xi­mus: De­ba­kel für die Grü­nen

150.000 Zu­schau­er er­leb­ten die hals­bre­che­ri­schen Fahr­ten ra­s­an­ter Ge­span­ne – und ei­ni­ge über­ra­schen­de Er­geb­nis­se.

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT LOKAL - VON NI­K­LAS KUNZ

ROM Der Strom von Zu­schau­ern woll­te nicht en­den, als im Cir­cus Ma­xi­mus die 58. Wa­gen­ren­nen des statt­fan­den. Fast 150.000 Rö­me­rin­nen und Rö­mer feu­er­ten mit to­sen­dem Ap­plaus die Jo­ckeys an, die für die vier Renn­par­tei­en an den Start gin­gen. Aus­rich­ter des glanz­vol­len Renn­ta­ges war Kai­ser Au­gus­tus. Auch er ließ es sich wie üb­lich nicht neh­men, sich die Spie­le an­zu­se­hen.

Schon der prunk­vol­le Fest­zug, die pom­pa cir­cen­sis, be­geis­ter­te die Men­ge. Nach­dem die Op­fer­ga­ben un­se­ren Göt­tern dar­ge­bracht, die Start­plät­ze aus­ge­lost und die Wet­ten plat­ziert wa­ren, be­gann die Show. Vier Renn­wa­gen glänz­ten in ih­ren üb­li­chen Far­ben: Rot, Blau, Grün und Weiß. Au­ßer­ge­wöhn­lich wa­ren dies­mal al­ler­dings die Sie­ger. Die grü­ne und die blaue Par­tei do­mi­nier­te die Ren­nen weit we­ni­ger deut­lich als ge­wohnt. Nur knapp die Hälf­te der Ren­nen konn­ten die Fa­vo­ri­ten un­ter sich aus­ma­chen. Vier­mal muss­ten die Grü­nen sich so­gar mit dem letz­ten Platz ab­fin­den. „Schlim­mer als die Schlacht bei Can­nae“, ur­teil­te ein Fan.

Die­se Er­in­ne­rung an die bit­te­re Nie­der­la­ge Roms im Kampf ge­gen den ka­thar­gi­schen Feld­her­ren Han­ni­bal vor et­was mehr als 200 Jah­ren ist zwar im Rausch der Emo­tio­nen ent­stan­den. Sie er­hielt je­doch gro­ße Zu­stim­mung sei­tens der Fans der Grü­nen.

Die meis­ten Zu­schau­er wa­ren sich je­doch da­rin ei­nig: Kai­ser Au­gus­tus sei zu dan­ken. Er ha­be groß­ar­ti­ge Spie­le or­ga­ni­sier­te und ei­ner rie­si­gen Men­ge Men­schen ei­nen spek­ta­ku­lä­ren Tag und ein obend­rein kos­ten­lo­ses Ver­gnü­gen be­schert.

FO­TO: THINKSTOCK

Spek­ta­ku­lä­re Un­fäl­le stei­gern den Ner­ven­kit­zel bei den Wa­gen­ren­nen nur noch. Man­che Zu­schau­er kom­men nur des­halb in die Are­na.

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