Sym­pa­thi­sche Groß­stadt im Grü­nen

Min­to, Bo­rus­sia Mön­chen­glad­bach, der Ab­tei­berg mit Mu­se­um – Mön­chen­glad­bach bie­tet vie­les, das nicht nur die Orts­an­säs­si­gen lie­ben. Die Stadt ist ei­ne Groß­stadt mit Flair und Ab­wechs­lung.

Rheinische Post Moenchengladbach - - KINDERSEITE - VON BI­AN­CA TREF­FER

Wenn das Stich­wort Mön­chen­glad­bach fällt, den­ken die meis­ten Men­schen so­fort an den be­kann­ten Fuß­ball­club Bo­rus­sia Mön­chen­glad­bach und da­mit un­trenn­bar ver­bun­den an Jün­ter. Das Mas­kott­chen der Bo­rus­sia ziert so man­che Woh­nung und das bei wei­tem nicht nur von Mön­chen­glad­ba­cher Bür­gern. Die Stadt im Wes­ten von NRW bie­tet aber viel mehr als nur Fuß­ball und da­mit un­trenn­bar ver­bun­den den Nord­park. Das Ge­län­de, das das bri­ti­sche Mi­li­tär in den 90er Jah­ren auf­ge­ge­ben hat, ist heu­te durch den Sport be­stimmt. Ne­ben dem mehr als 50.000 Zu­schau­er fas­sen­den Bo­rus­sia-Park liegt in un­mit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft der Spar­kas­sen­park, in dem die un­ter­schied­lichs­ten Groß­er­eig­nis­se statt­fin­den. Wer Pop- und Rock­grö­ßen wie Sting und Ma­ri­us Mül­ler-Wes­tern­ha­gen er­le­ben möch­te, der braucht nicht weit zu fah­ren. Wer hin­ge­gen das Shop­pen liebt, der ist mit­ten im Her­zen der Groß­stadt an der rich­ti­gen Adres­se. Hier lockt näm­lich das Ein­kaufs­zen­trum Min­to. Egal, wie das Wet­ter ist, auf der bun­ten Shop­ping­mei­le herrscht gu­te Stim­mung.

Mön­chen­glad­bach ist da­bei ei­ne Groß­stadt im Grü­nen. 60 Pro­zent der Flä­che be­ste­hen aus Parks, ty­pisch nie­der­rhei­ni­schen Land­schaf­ten und Wäl­dern. Die Stadt nennt nicht nur die Niers­quel­le ihr Ei­gen. Über ei­ne Län­ge von 22 Ki­lo­me­tern er­streckt sich der Niers­grün­zug vor­bei an Schlös­sern, Müh­len und Her­ren­sit­zen. Wo­bei das Schloss Rhe­ydt ei­ne be­son­de­re Stel­lung hat. Das an der Niers ge­le­ge­ne Re­nais­sance-Schloss lockt nicht nur mit dem Mu­se­um, son­dern über das Jahr ver­teilt mit Rit­ter­spie­len, Kunst- und Hand­wer­ker­märk­te so­wie Open Air Kon­zer­ten Be­su­cher an.

Zu ei­nem Streif­zug durch die Jahr­hun­der­te la­den auch Schloss Wick­rath mit sei­nem ba­ro­cken Schloss­park, das his­to­ri­sche Müns­ter, der Ju­gend­stil-Was­ser­turm und die Kai­ser-Fried­rich-Hal­le ein. Letz­te­re ist ne­ben dem Thea­ter Mön- chen­glad- bach die be­deu­tends­te Kon­zert- und Ver­an­stal­tungs­büh­ne der Stadt. Am Ab­tei­berg tref­fen Mo­der­ne und His­to­rie zu­sam­men, denn an die­ser Stel­le be­fin­det sich das gleich­na­mi­ge Mu­se­um mit zeit­ge­nös­si­scher Kunst. Zu­gleich fin­det der Be­su­cher hier aber auch die 974 ge­grün­de­te Be­ne­dik­ti­ner­ab­tei St. Vi­tus mit dem Glad­ba­cher Müns­ter. Tie­ri­sches lockt ei­ni­ge Ki­lo­me­ter wei­ter. Mit rund 500 Tie­ren 125 ver­schie­de­ner Ar­ten ist der Tier­gar­ten im Stadt­teil Oden­kir­chen bei Kin­dern und Er­wach­se­nen glei­cher­ma­ßen be­liebt. Hier dür­fen die Be­su­cher nicht nur be­trach­ten, son­dern ei­ne Viel­zahl der Tie­re auch strei­cheln.

Dass Mön­chen­glad­bach zu­dem von Un­ter­neh­men als Stand­ort ge­schätzt wird, spie­gelt sich in der Viel­zahl der An­sied­lun­gen wi­der, die die ver­schie­de­nen Ge­wer­be­ge­bie­te be­her­ber­gen. Die Vi­tus­stadt ist auf­grund ih­rer La­ge, An­bin­dung, In­fra­struk­tur und der In­nen­stadt mit­samt ih­ren Ge­ge­ben­hei­ten, wo­zu auch die Hoch­schu­le Nie­der­rhein zählt, als Wirt­schafts­stand­ort ge­schätzt. Der Re­gio­park prä­sen­tiert sich da­bei lo­gis­tisch ge­prägt. Ver­schie­dens­te Wa­ren- und In­for­ma­ti­ons­strö­me ge­hen von hier aus in die Welt hin­aus. Nam­haf­te Lo­gis­ti­ker, Mit­tel­ständ­ler wie Glo­bal Play­er, ste­hen hin­ter dem Stand­ort. Die Lo­gis­tik ist aber nur ei­ne Leit­bran­che, die in Mön­chen­glad­bach zu fin­den ist. Zu den wei­te­ren über­re­gio­na­len Clus­tern zäh­len Tex­til und Mo­de so­wie Ma­schi­nen­bau und Elek­tro­tech­nik. Bei den re­gio­na­len Clus­tern sind die Ge­sund­heits- und Er­näh­rungs­wirt­schaft, das Hand­werk und der Han­del zu nen­nen. Die Stadt ist so der Sitz von rund 80 nam­haf­ten Un­ter­neh­men aus den Be­rei­chen Tex­til, Text­illo­gis­tik und Tex­til­ma­schi­nen­bau so­wie Be­klei­dung und Mo­de. Da­zu kommt die Hoch­schu­le Nie­der­rhein mit dem Fach­be­reich Tex­til- und Be­k­lei- dungs­tech-

Mön­chen­glad­bach wird von Fir­men welt­weit ge­schätzt - das zeigt die Viel­zahl der An­sied­lun­gen in den Ge­wer­be­ge­bie­ten

nik und dem For­schungs­in­sti­tut für Tex­til und Be­klei­dung. Für die Stu­den­ten ist dies die Chan­ce eng am Markt zu stu­die­ren. Für die Un­ter­neh­men wie­der­um ist es der di­rek­te Zu­griff auf ex­zel­len­ten Nach­wuchs. Ein star­kes Rück­grat für die hei­mi­sche Wirtschaft bil­det das Hand­werk. Da­hin­ter ste­hen rund 17.000 Ar­beit­neh­mer und cir­ca 1300 Aus­zu­bil­den­de. Der Fach­be­reich Oe­co­tro­pho­lo­gie der Hoch­schu­le Nie­der­rhein geht wie­der­um ei­ne Sym­bio­se mit der Ge­sund­heits- und Er­näh­rungs­wirt­schaft ein, die in der Vi­tus­stadt eben­falls ei­ne wich­ti­ge Rol­le spielt.

FO­TO: IMA­GO

Bo­rus­sia-Mas­kott­chen Jün­ter steht für ei­nen der wich­tigs­ten Ex­port-Schla­ger der Stadt – den Fuß­ball.

FO­TO: ILGNER

Mo­der­ne und Tra­di­ti­on lie­gen in Mön­chen­glad­bach nah bei­ein­an­der – zu se­hen et­wa an der Frau­en­skulp­tur des Künst­lers Ge­org Ettl am Müns­ter.

FO­TO: ILGNER

Ma­gnet Min­to: Das Ein­kaufs­zen­trum mit­ten in der Ci­ty zieht Shop­ping-Tou­ris­ten aus wei­tem Um­kreis an.

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