Auf Grund­stei­nen auf­bau­en

Nicht nur im Sport hat der Be­griff Heim­vor­teil ei­ne im­men­se Be­deu­tung. Auch Un­ter­neh­men und Di­enst­leis­ter wis­sen zu schät­zen, was ih­nen ihr Stand­ort bie­tet.

Rheinische Post Moenchengladbach - - KINDERSEITE -

(tre) Hei­mat, das ist für das Sankt An­to­ni­us Al­ten­heim Wick­rath ein ganz wich­ti­ger Be­griff. Al­ten Men­schen ei­ne Hei­mat nach ei­nem Le­ben in den ei­ge­nen vier Wän­den zu bie­ten ist der Aspekt. Das Gan­ze soll da­bei aber in dem Rah­men ge­sche­hen, der Hei­mat war und ist. Das heißt, das neue Da­heim soll mög­lichst nicht in der Frem­de lie­gen, son­dern in dem Ra­di­us, in dem sich der Be­woh­ner auch frü­her be­wegt hat. Das wuss­ten 1892 schon die Barm­her­zi­gen Schwes­tern der Cel­litin­nen, die in der ka­tho­li­schen Pfarr­ge­mein­de St. An­to­ni­us Wick­rath zu die­ser Zeit ei­ne klös­ter­li­che Nie­der­las­sung er­öff­ne­ten. Dort küm­mer­ten sie sich ins­be­son­de­re um die am­bu­lan­te Kran­ken­pfle­ge und die Pfle­ge al­ters­schwa­cher und hilfs­be­dürf­ti­ger Per­so­nen. Sie leg­ten da­mit den Grund­stein für das heu­ti­ge Al­ten­heim.

Ge­nau­so zen­tral ge­le­gen wie einst, steht heu­te das Se­nio­ren­haus an der Kreuz­her­ren­stra­ße 24 im Orts­mit­tel­punkt von Wick­rath. Dort den Le­bens­abend ver­brin­gen, wo man al­les kennt und da­heim ist und das in ei­ner zen­tra­len La­ge, lau­tet die De­vi­se. „Die kur­zen We­ge sind für un­se­re Be­woh­ner von gro­ßer Be­deu­tung. Sie ha­ben es nicht weit zur Ein­kaufs­stra­ße, kön­nen den Wo­chen­markt be­su­chen und ein­fach am All­tag teil­neh­men“, bringt es die Ein­rich­tungs­lei­te­rin Claudia Fren­ken auf den Punkt. Sie be­schreibt den Stand­ort als op­ti­mal und da­mit als ei­nen ein­deu­ti­gen Heim­vor­teil. Das gilt auch für die Grö­ße der Ein­rich­tung. Mit 100 Plät­zen so­wie zehn Kurz­zeit­pfle­ge­plät­zen ist man ei­ne Ein­rich­tung, in der sich die Be­woh­ner un­ter­ein­an­der ken­nen und ei­ne dem­ent­spre­chend herz­li­che At­mo­sphä­re herrscht.

Aber nicht nur der Di­enst­leis­tungs­sek­tor setzt auf Heim­vor­tei­le. Über 50 Jah­re ist das Un­ter­neh­men Ta­cken schon in Schwalm­tal da­heim. Der Spe­zia­list für Fein­kos­ter­zeug­nis­se und Con­ve­ni­ence Food weiß sei­nen Stand­ort zu schät­zen. Der Fir­men­grün­der, der aus Amern kam, hat­te den rich­ti­gen Rie­cher, sein Un­ter­neh­men in sei­ner Hei­mat auf­zu­bau­en. „Hier ist ei­ne op­ti­ma­le Ver­kehrs­an­bin­dung ins Ruhr­ge­biet so­wie in die Nie­der­lan- de und nach Bel­gi­en ge­ge­ben. Wir lie­gen di­rekt an der A52 und das ist ein gro­ßer Vor­teil“, sagt Per­so­nal­lei­ter Vol­ker Pfeif­fer.

In­ner­halb von Schwalm­tal gab es in der Fir­men­ge­schich­te da­bei ei­nen Um­zug und zwar von Amern nach Wald­niel. Der Grund für den Wech­sel lag in ei­ner Ver­grö­ße­rung be­grün­det. 1986 zog das Un­ter­neh­men so in die ehe­ma­li­ge Sei­den­we­be­rei am Vo­gels­ra­ther Weg 1-5 um. 250 Mit­ar­bei­ter ha­ben dort ih­ren Ar­beits­platz. „Wo­bei wir der­zeit auf Per­so­nal­su­che sind. Wir be­nö­ti­gen vor al­len Din­gen Ma­schi­nen­füh­rer, aber auch Pro­duk­ti­ons­mit­ar­bei­ter und Mecha­tro­ni­ker“, sagt Pfeif­fer.

Der Stand­ort im Grenz­ge­biet hat da­bei nicht nur den An­bin- dungs­vor­teil in Sa­chen Ver­kehr, son­dern auch den, dass in der Re­gel die aus­ge­schrie­be­nen Stel­len schnell be­setzt wer­den kön­nen. Das Ein­zugs­ge­biet für gu­te Mit­ar­bei­ter ist groß. Ta­cken bie­tet die Chan­ce dort zu ar­bei­ten, wo man lebt. Ge­ra­de die Re­gi­on am MaasSchwalm-Net­te-Park ist ei­ne be­lieb­te Wohn­ge­gend. Länd­lich ge­le­gen, aber doch in Nä­he von grö­ße­ren Städ­ten, die ein breit ge­fä­cher­tes Kul­tur­le­ben und ent­spre­chend Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten bie­ten. Als im Jahr 2014 Hes­sing Su­per­vers über­nahm, stand da­her für das nie­der­län­di­sche Un­ter­neh­men schnell fest, dass der Stand­ort Schwalm­tal blei­ben und ge­fes­tigt wer­den soll­te. Die Wer­te des Heim­vor­teils spre­chen of­fen­bar für sich.

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