Ei­ne gan­ze Re­gi­on punk­tet mit hand­fes­ten Sat­nd­ort­vor­tei­len

Es gibt vie­le Fak­to­ren, die die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung be­güns­ti­gen: ein fle­xi­bler Ar­beits­markt, an­pas­sungs­fä­hi­ge Fir­men, ei­ne viel­fäl­ti­ge Im­mo­bi­li­en­land­schaft und at­trak­ti­ve In­nen­städ­te. Wich­tig ist, dass je­de Ge­mein­de ih­re spe­zi­fi­schen Vor­zü­ge herau

Rheinische Post Moenchengladbach - - KINDERSEITE - VON WOLFHARD PET­ZOLD

Die bes­ten Stand­ort­vor­tei­le hel­fen nicht, wenn sie kei­ner kennt. Sie müs­sen auch be­tont und be­wor­ben wer­den. Das gilt für Kre­feld wie für den Kreis Viersen glei­cher­ma­ßen. Ob ein Stand­ort at­trak­tiv ist, hängt von vie­len Fak­to­ren ab. Er­folg- rei­che Po­li­tik er­kennt man an der An­sied­lung von Fir­men und dem Zu­zug von Fa­mi­li­en. Das wie­der­um ist mit er­stre­bens­wer­ten Ar­beits­plät­zen und ge­nü­gend Wohn­raum ver­bun­den, aber auch mit ei­nem Um­feld, das das Le­ben in vie­ler­lei Hin­sicht er­stre­bens­wert macht. Da­zu zählt vor al­lem ein reich­hal­ti­ges An­ge­bot an Kul­tur, Ver­ei­nen und Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten.

Wie wich­tig ei­ne gu­te und vor­aus­schau­en­de An­sied­lungs­po­li­tik in Ver­bin­dung mit ei­nem ad­äqua­ten Woh­nungs­bau ist, mach­te zu­letzt das Immobilien- und In­ves­to­ren­fo­rum deut­lich, zu dem IHK und Wirt­schafts­för­de­rung Kre­feld in den Cam­pus Fich­ten­hain ein­ge­la­den hat­ten. „Kre­feld wächst, die Wirtschaft wächst, der Wohn­raum­be­darf nimmt zu“, fass­te Ober­bür­ger­meis­ter Frank Mey­er die ak­tu­el­le La­ge zu­sam­men. IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Jür­gen St­ein­metz stell­te fest, dass Le­bens­qua­li­tät und at­trak­ti­ve Wohn­quar­tie­re zu­neh­mend ent­schei­den­de Stand­ort­fak­to­ren sei­en.

„Heu­te ge­hen Fir­men dort­hin, wo sie gut aus­ge­bil­de­te und krea­ti­ve Mit­ar­bei­ter fin­den, be­son­ders Hoch­schu­len ha­ben ei­ne Ma­gnet­wir­kung“, er­läu­ter­te Bau­un­ter­neh­mer Mar­tin Dor­nie­den als Vor­sit­zen­der des Lan­des­ver­ban­des Frei­er Immobilien- und Woh­nungs­un­ter­neh­men. Richard Lacek-Her­brand un­ter­strich die Be­deu­tung, die da­bei der Wohn­raum für die Mit­ar­bei­ter bie­tet. Das Au­to­haus Her­brand baut im Eu­ro­park Fich­ten­hain von Kre­feld ein Zen­trum für Mer­ce­des-Nutz­fahr­zeu­ge.

„Vor al­lem im Sü­den der Stadt er­le­ben wir im Ge­wer­be­sek­tor ei­nen In­ves­ti­ti­ons­boom. Die­se An­sied­lun­gen be­feu­ern den Wohn­raum­be­darf“, stell­te WFG-Chef Eck­art Pre­en fest. Und nennt als Bei­spie­le die Fir­men GOB und Ca­non, die die Er­wei­te­rung ih­rer Fir­men­sit­ze auch von Zu­sa­gen zur Schaf­fung von Wohn­raum ab­hän­gig mach­ten. Der Mön­chen­glad­ba­cher Im­mo­bi­li­en­mak­ler Nor­bert Bie­nen, Vor­sit­zen­der im IHK-Aus­schuss für Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft, emp­fahl, den Woh­nungs­bau in den Ge­mein­den an­zu­kur­beln. „Gas ge­ben“, for­dert er auf, sich auch an In­ves­to­ren zu wen­den. Schließ­lich sei die Woh­nungs­bau­fi­nan­zie­rung güns­tig wie nie. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Kre­feld stellt sich zum Bei­spiel auf ei­nen Be­darf von 6000 neu­en Wohn­ein­hei­ten ein. Pla­nungs­de­zer­nent Mar­tin Lin­ne rech­net bis 2020 mit bis zu 4000 neu­en Woh­nun­gen. Da­für sei­en fünf Sied­lungs­er­wei­te­rungs­flä­chen vor­ge­se­hen und et­li­che Wohn­ver­dich­tungs­vor­ha­ben ge­plant. Als Or­te für Groß­pro­jek­te nann­te Lin­ne un­ter an­de­rem die Her­bertz­stra­ße, Fi­scheln, Gar­ten­stadt so­wie drei ehe­ma­li­ge Ka­ser­nen­ge­län­de in Forst­wald, an der Emil-Schä­fer-Stra­ße und der Kem­pe­ner Al­lee.

Was spricht für Kre­feld? Die Stadt punk­tet bei Um­fra­gen re­gel­mä­ßig mit Stand­ort­vor­tei­len, die sie ge­gen­über Nach­bar­städ­ten bes­ser stellt. Da­zu ge­hö­ren et­wa der güns­ti­ge Wohn­raum, die gu­ten Ver­kehrs­an­bin­dun­gen an Au­to­bah­nen und Flug­ha­fen, der Rhein­ha­fen, die gu­te In­fra­struk­tur mit Schu­len und me­di­zi­ni­schen Ein­rich­tun­gen so­wie die reich­hal­ti­ge Kul­tur­land­schaft. Hin­zu kommt der der­zei­ti­ge Bau­boom in der In­nen­stadt, der sie noch at­trak­ti­ver macht. So sind Ar­bei­ten, Woh­nen und Frei­zeit in un­mit­tel­ba­rer Nä­he und bei ho­her Le­bens­qua­li­tät mög­lich.

FO­TO: LUFT­BILD BREFORT

Rund 4000 neue Woh­nun­gen sol­len bis zum Jahr 2020 in Kre­feld ent­ste­hen, un­ter an­de­rem auf dem ehe­ma­li­gen Ka­ser­nen­ge­län­de an der Kem­pe­ner Al­lee.

FO­TO: BUSCH

Le­bens­qua­li­tät und at­trak­ti­ve Wohn­quar­tie­re sind zu­neh­mend ent­schei­den­de Stand­ort­fak­to­ren, meint IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Jür­gen St­ein­metz.

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