Rund 800 Ge­fan­ge­ne wa­ren seit 2002 un­ter­ge­bracht

Rheinische Post Moenchengladbach - - STIMME DES WESTENS -

Ge­schich­te Das ers­te US-Ge­fan­ge­nen­la­ger auf Ku­ba wur­de im Ja­nu­ar 2002 nach den An­schlä­gen vom 11. Sep­tem­ber 2001 und dem Ein­marsch ame­ri­ka­ni­scher Trup­pen in Af­gha­nis­tan er­rich­tet. Das so­ge­nann­te Camp X-Ray hat­te Platz für 320 Ge­fan­ge­ne. Nach in­ter­na­tio­na­ler Kri­tik wur­de die­ses La­ger nach gut vier Mo­na­ten wie­der ge­schlos­sen und durch das so ge­nann­te Camp Del­ta er­setzt. Ge­fan­ge­ne Seit 2002 wur­den rund 800 Per­so­nen in­haf­tiert, vie­le da­von wur­den in­zwi­schen wie­der frei­ge­las­sen. Im Ok­to­ber 2016 be­fan­den sich noch 60 Ge­fan­ge­ne im La­ger. In­sas­se war auch Salim Ah­med Ham­dan, der als Ers­ter sei­neRech­te­vor­de­mObers­tenGe­richts­hof ein­klag­te. Nach An­ga­ben der US-Ge­heim­diens­te schloss sich rund ein Vier­tel der Ent­las­se­nen ter­ro­ris­ti­schen Ver­ei­ni­gun­gen an. Zwi­schen­fäl­le Seit Schaf­fung des La­gers kam es zu min­des­tens fünf Selbst­mor­den und Dut­zen­den Sui­zid-Ver­su­chen. Bei drei To­ten konn­te die an­ge­ge­be­ne To­des­ur­sa­che al­ler­dings nicht über­prüft wer­den. Schlie­ßungs­plä­ne Kurz nach sei­nem Amts­an­tritt 2009 ver­füg­te Ba­rack Oba­ma (Fo­to), das La­ger in­ner­halb ei­nes Jah­res zu schlie­ßen. Die Um­set­zung ver­zö­ger­te sich aber, da es we­nig Staa­ten gab, die Häft­lin­ge auf­neh­men woll­ten. An­fang 2016 un­ter­nahm Oba­ma ei­nen wei­te­ren An­lauf, schei­ter­te al­ler­dings an der Ab­leh­nung des Kon­gres­ses.

FO­TO: AP

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.