We­gen „Fa­ke­news“: Pa­ki­stan­droh­tIs­ra­el mit Atom­schlag

Rheinische Post Moenchengladbach - - POLITIK -

IS­LA­MA­BAD (dpa) Pa­kis­tans Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Kha­wa­ja Asif ist auf ei­nen ge­fälsch­ten Me­di­en­ar­ti­kel her­ein­ge­fal­len und hat Is­ra­el dar­auf­hin mit dem Ein­satz von Atom­waf­fen ge­droht. In ei­nem On­line-Ar­ti­kel wur­de der frü­he­re is­rae­li­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Mo­sche Jaa­lon zi­tiert, Is­ra­el wer­de Pa­kis­tan „nu­kle­ar zer­stö­ren“. Asif er­wi­der­te of­fen­bar oh­ne Prü­fung der Qu­el­le: „Der is­rae­li­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter droht mit nu­klea­rer Ver­gel­tung. Is­ra­el ver­gisst, dass Pa­kis­tan auch ei­ne Nu­kle­ar­macht ist.“

Is­ra­el stell­te klar, dass der Be­richt „kom­plett falsch“sei. Die pa­kis­ta­ni­sche Re­gie­rung sah aber kei­ne Not­wen­dig­keit zu re­agie­ren. „Der Mi­nis­ter hat auf ei­nen ge­fälsch­ten Be­richt ge­ant­wor­tet – kei­ne wei­te­re Re­ak­ti­on nö­tig“, sag­te ein Spre­cher des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums. Auch aus dem Au­ßen­mi­nis­te­ri­um hieß es, man wer­de sich nicht äu­ßern. Pa­kis­tan er­kennt Is­ra­el nicht an. In­zwi­schen ant­wor­te­te Asif al­ler­dings der „New York Ti­mes“auf ei­nen Ar­ti­kel über die Af­fä­re auf Twit­ter: „Un­ser Nu­kle­ar­pro­gramm ist nur ei­ne Ab­schre­ckung, um un­se­re Frei­heit zu schüt­zen. Wir wol­len in Frie­den ko­exis­tie­ren, in un­se­rer Re­gi­on und dar­über hin­aus.“

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