Klo­se: Ich hät­te noch zwei Jah­re spie­len kön­nen

Rheinische Post Moenchengladbach - - SPORT -

KÖLN (sid) Fuß­ball-Welt­meis­ter Mi­ros­lav Klo­se hat aus Rück­sicht auf die Fa­mi­lie sei­ne Kar­rie­re be­en­det und kei­nen neu­en Ver­trag bei ei­nem Klub im Aus­land un­ter­schrie­ben. „Mei­ne Frau und mei­ne Kin­der woll­ten sich end­lich hei­misch füh­len, das ha­be ich re­spek­tiert“, sag­te der 38-Jäh­ri­ge der „Welt am Sonn­tag“, „klar, hät­te ich al­lein ge­hen kön­nen. Aber bei al­lem Geld der Welt: Ich weiß, wie ich bin. Ich brau­che mei­ne Fa­mi­lie an mei­ner Sei­te. Ich hät­te nach zwei, drei Mo­na­ten mei­ne Zel­te ab­ge­bro­chen und wä­re ge­gan­gen.“Kör­per­lich hät­te sich der 137-ma­li­ge Na­tio­nal­spie­ler ei­ne Fort­set­zung sei­ner Kar­rie­re zu­ge­traut. „Ich hät­te lo­cker noch ein, zwei Jah­re auf ho­hem Ni­veau spie­len kön­nen. Aber ich woll­te nicht mehr“, sag­te Klo­se, der bis zum Som­mer fünf Jah­re bei La­zio Rom ge­spielt hat­te.

Men­tal sei sei­ne Mü­dig­keit al­ler­dings so groß ge­we­sen, „dass ich nach der EM in Frank­reich fast drei Mo­na­te kein Fuß­ball ge­schaut ha­be. Ich hat­te kei­ne Lust. Ich war to­tal weg vom Fuß­ball“. In­zwi­schen ar­bei­tet er als „Prak­ti­kant“bei der Na­tio­nal­elf und strebt ei­ne Kar­rie­re als Trai­ner an.

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