50 Bett­ler im Mo­nat kon­trol­liert

Rheinische Post Moenchengladbach - - FERNSEHEN -

In der „Tat­ort“-Fol­ge „Klin­ge­ling“ging es um das Bett­ler-Mi­lieu. Mün­chen geht streng ge­gen Bett­ler vor. Das ak­ti­ve Bet­teln ist im ge­sam­ten Stadt­ge­biet ver­bo­ten, das heißt, Pas­san­ten dür­fen nicht an­ge­spro­chen wer­den. Bett­ler dür­fen ein Schild mit ei­ner Bot­schaft ha­ben, das so­ge­nann­te stil­le Bet­teln. „Al­le ag­gres­si­ven For­men sind da­ge­gen nicht er­laubt“, sagt Mün­chens Po­li­zei­spre­cher Mar­kus Ell­mei­er. Zu­dem ist seit Som­mer 2014 in der Alt­stadt auch das pas­si­ve Bet­teln ver­bo­ten, was durch här­te­re Stra­fen durch­ge­setzt wer­den soll. Es hat­ten sich Ge­schäfts­leu­te, Tou­ris­ten und Bür­ger über ei­ne stei­gen­de An­zahl von Bett­lern mit teils kri­mi­nel­len Hin­ter­män­nern be­schwert. Das Ver­bot bringt of­fen­sicht­lich et­was. Die Zahl der Ver­stö­ße ist zu­rück­ge­gan­gen. Je­den Mo­nat wer­den laut der Po­li­zei rund 50 Bett­ler kon­trol­liert, ge­prüft wird dann, ob sie ei­ne Ord­nungs­wid­rig­keit be­gan­gen ha­ben, die mit ei­nem Buß­geld oder so­gar ei­ner Er­satz­zwangs­haft ge­ahn­det wird, oder ob schwe­re Straf­ta­ten vor­lie­gen. „Die Kon­trol­len wer­den vom Ord­nungs­amt und Strei­fen­po­li­zis­ten durch­ge­führt, je nach De­likt über­nimmt dann ei­ne der an­de­ren Ab­tei­lun­gen, et­wa für or­ga­ni­sier­te Kri­mi­na­li­tät oder Men­schen­han­del.“Dass sich um die Bett­ler nur ein Kol­le­ge, wie im „Tat­ort“dar­ge­stellt, küm­mert, sei nicht der Fall. „Das Phä­no­men der ru­mä­ni­schen Bet­tel­clans gibt es, es ist aber nicht so, dass Tau­sen­de Bett­ler in die Stadt ein­fal­len“, stellt Ell­mei­er fest. leb

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